In der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates freute sich Ortsvorsteher Torsten Basler, mehr als 20 Besucher begrüßen zu können. Heiß diskutiert wurden die Themen Grillhütte und die zunehmende Belastung der Wiesen und Felder durch Hundekot. Auch die Besucher meldeten sich mit einer Reihe von Fragen und Anregungen zu Wort.

  • Grillhütte: Immer wieder gibt es Ärger um wilde Festivitäten an der Grillhütte, die jenseits der B 500 am Ortsverbindungsweg Richtung Schmitzingen liegt. Auch die Polizei war mehrmals vor Ort, um die Ordnung herzustellen und den Drogenkonsum zu kontrollieren. „Oft kommen die Leute mitten in der Nacht, um hier Feuer zu machen und Unfug zu treiben“, berichtete Petra Schulz. Kürzlich wurde sogar der benachbarte Hochsitz abgerissen, um daraus Brennholz zu machen.
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  • „Wenn ich da vorbeikomme, notiere ich mir immer einige Autonummern, um notfalls Anzeige erstatten zu können“, sagte sie. Dominique Penitzka, der das Areal der Grillhütte betreut, meinte, dass es aber auch viele Besucher hinkriegten, den Platz im ordentlichen Zustand zurückzulassen. Er schlug vor, eine kleine Überdachung mit Brennholz zu schaffen und einen „Donnerbalken“ mit einer kleinen Grube anzulegen, „denn eigentlich ist es kein Wunder, dass der ganze Wald vollgekackt ist“. Das sah der Ortsvorsteher etwas anders: „Ich bin eigentlich froh, dass die Leute den Wald aufsuchen und ihr Geschäft nicht direkt hinter der Hütte verrichten.“
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  • Hundekot: Eine lebhafte Diskussion gab es um die Aufstellung von Hundekotbehältern. „Da sollte unbedingt eine Lösung gefunden werden, forderte eine Besucherin. „Wir haben uns nie in der Pflicht gesehen, die Hinterlassenschaften der Hunde zu entsorgen und haben daher keine Behälter aufgestellt“, so äußerte sich Ortschaftsrat Andreas Tröndle zur Problematik. Noch deutlicher wurde Holger Basler: Viele Hundehalter seien offensichtlich zu bequem, den Kot ordentlich zu entsorgen und die Tüten bis zum nächsten Behälter mitzunehmen, „die kapieren das offensichtlich nicht“. Er könne nur an die Vernunft der Hundehalter appellieren, es mit der Entsorgung des Kots genauer zu nehmen. Bedauerlich sei, dass die Wirkung solcher Appelle nur von kurzer Dauer seien, da könne man noch so viel Eimer aufstellen und noch so viel Schilder anbringen.
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  • Bürgerwünsche: Eine Besucherin äußerte den Wunsch, eine Badestelle für Kinder am Liederbach einzurichten. „Das müsste doch ohne großen Aufwand machbar sein“, meinte sie, das sei eine alte Idee, die aber nie wirklich angepackt wurde. Dagegen wurden Zweifel aus dem Ortschaftsrat geäußert, ob ein Eingriff in den Bachlauf aus Gründen des Naturschutzes zulässig sei und welche Sicherheitsvorkehrungen dabei zu beachten seien. Vielleicht sei ja die Stadt bereit, ein solches Projekt mitzutragen. Auch in benachbarten Ortsteilen seien ähnliche Projekte umgesetzt worden. Vorschläge wurden auch gemacht, den Kinderspielplatz attraktiver zu gestalten, ein kleines Klettergerüst zu installieren oder am Sandkasten ein Sonnensegel anzubringen. Otto Störkle erinnerte an den desolaten Zustand des Ortsverbindungsweges von Waldkirch nach Ay. „Das sollte eigentlich schon im letzten Jahr gerichtet werden“, bemängelte er. Walter Amann mahnte an, den Busverkehr sicherer zu machen, und Ausweichstellen auf den steilen und schmalen Straßenabschnitten nach Waldkirch und nach Eschbach anzulegen. „Extrem schwierig sind hier die Verhältnisse im Winter“, sagte er.