Zu Gast in der CDU-Veranstaltungsreihe „Waldshut-Tiengener Stadtgespräch„ war die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Silvia Breher, die aus dem Wahlkreis Cloppenburg-Vechta angereist war. Begleitet wurde sie von ihrem Parteifreund, dem Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner aus Lauchringen. Eingeladen hatten Nathalie Rindt, Vorsitzende des Ortsverbandes Tiengen, und Philipp Studinger, Vorsitzender des Ortsverbandes Waldshut.

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Die Gesprächsrunde fand auf der Terrasse des „Stellwerks“ Waldshut statt. Dabei sorgten die vorbeifahrenden Züge und der Verkehr auf der B 34 für eine anhaltende Lärmkulisse. Das veranlasste Philipp Studinger zu dem Kommentar: „Wir warten auf die A 98, in der Hoffnung, dass dann der Verkehr auf der B 34 etwas nachlässt.“

Heute sei sie zu Besuch in einem Schweinebetrieb gewesen, berichtete Silvia Breher. Bei diesen Besuchen erlebe sie immer wieder, dass die Landwirte über die zunehmende Kritik frustriert seien und auch darüber, dass man ihnen ständig vorschreibe, wie sie es zu machen hätten.

Kritik an Arbeit der Landwirte

„Die Gülle ist halt da und sie muss auch wieder weg“, so die Aussage eines Landwirts. Die Kritik an den Landwirten nehme laut Breher immer extremere Formen an: „Es ist alles Mist, was ihr macht, ihr verpestet die Umwelt und die Böden.“ Himmelschreiend seien auch die Zustände in der Tierhaltung.

„Die Stimmung ist nicht gut, da müssen wir was tun“, sagte Breher. Hinzu kämen ständig neue Vorschriften und Auflagen, „die Landwirte fühlen sich nicht mehr verstanden, sie wissen nicht mehr, wie es weitergehen soll und ob es überhaupt noch einen Sinn macht zu investieren“.

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Felix Schreiner befasste sich mit der Grenzlage, den coronabedingten Grenzschließungen und den wirtschaftlichen Folgen. Stadtrat Peter Kaiser griff diese Sorgen auf. „Ich habe das Gefühl, dass unsere Region immer stärker abgehängt wird“, sagte er. „Ich wünsche mir, dass die Regierung unsere Belange ernster nimmt.“

Nachteile sah er beim Internet, Mobilfunk und beim Homeschooling. Das wollte Schreiner so nicht stehen lassen und verwies auf die KfW-Soforthilfen und auf die Bundes- und Landesmittel, die für den Breitbandausbau geflossen seien.

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Er machte zugleich klar, dass es das erklärte Ziel der CDU sei, zur schwarzen Null zurückzukehren. „In den nächsten Jahren muss wieder auf Sparkurs gefahren werden, auch wenn das für viele schmerzhaft ist“, so Schreiner. Sorgen wurden in der Runde auch über eine zweite Corona-Welle geäußert und die Auswirkungen für die Familien, wenn die Schulen und Betreuungseinrichtungen erneut geschlossen werden müssten.

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