Herr Schmid, nach zwei Jahren Corona-Pause werden Sie als Nachfolger von Armin Siebold mit der Organisation des 17. Waldhaus-Bike-Marathons quasi ins kalte Wasser geworfen.

Das kalte Wasser ist nicht so kalt. Ich habe bereits 2019 zusammen mit meinem Vorgänger Armin Siebold den Waldhaus-Mountainbike-Marathon organisiert. Schon damals bereits federführend.

Zwei Jahre Pause sind eine lange Zeit. Gibt es Veränderungen im Ablauf des Rennens?

Das mit der Pause ist relativ. Das Organisations-Team hatte auch in den vergangenen zwei Jahren viel zu tun. 2020 mussten wir an Ostern schweren Herzens einsehen, dass das Rennen nicht stattfinden konnte. Nach vielen Stunden der Vorbereitung mussten wir zu unserem großen Bedauern den Waldhaus-Mountainbike-Marathon absagen. 2021 wurde die Planung erneut aufgenommen, mussten uns dann aber aufgrund der Erkenntnisse aus dem Jahr zuvor frühzeitig dazu entscheiden, dass das Rennen unter den erforderlichen Bedingungen nicht möglich war. Anstelle dessen haben wir kurzfristig eine Benefiz-Veranstaltung organisiert.

Wie ist eine Benefiz-Veranstaltung im Zusammenhang mit dem Waldhaus-Mountainbike-Marathon zu verstehen?

Es gab keinen festgelegten, sondern einen Zeitrahmen von zwei Monaten, in dem jeder Mountainbiker ein Bild von sich beim Training auf unserem Social-Media-Accounts posten konnte und zusätzlich einen beliebigen Spendenbetrag auf das Konto des VBC überweisen konnte. Die Einnahmen aus der Aktion in Höhe von 1390 Euro gingen komplett an die José-Carreras-Leukämie-Stiftung. Die Brauerei Waldhaus, Hauptsponsor des Waldhaus-Mountainbike-Marathons, rundete den Betrag auf 2000 Euro auf.

Jonathan Schmid (links) vom VBC Waldshut-Tiengen ist Organisator des 17. Waldhaus-Bike-Marathons. Im Gespräch mit Mitarbeiter Claus ...
Jonathan Schmid (links) vom VBC Waldshut-Tiengen ist Organisator des 17. Waldhaus-Bike-Marathons. Im Gespräch mit Mitarbeiter Claus Bingold spricht er über die traditionelle Sportveranstaltung in der Gemeinde Weilheim. | Bild: Claus Bingold

Welche Veränderungen erwarten die Teilnehmer bei dem Rennen am 3. Juli?

Wir haben in diesem Jahr neu zu unserer bestehenden 42-Kilometer-Strecke noch eine kürzere Strecke mit 30 Kilometern, die sowohl mit normalen Mountainbikes, als auch mit E-Mountainbikes gefahren werden kann.

Ist die Kurzstrecke teils identisch mit der normalen oder komplett anders angelegt?

Die Kurzstrecke verläuft komplett auf dem gleichen Kurs. Allerdings ohne die steilen Anstiege und Abfahrten, die die Teilnehmer auf der langen Strecke im nördlichen Teil zu bewältigen haben.

Wie stellt sich das Geschehen beim Start dar?

Um 10.05 werden die E-Biker auf die Kurzstrecke geschickt, fünf Minuten später die Mountainbikes ohne Unterstützung. Der Hauptmarathon wird weiterhin, wie gehabt, um 10.30 Uhr in unterschiedlichen Startblöcken gestartet. Durch diese Regelung hoffen wir, dass die meisten Kurzstreckler bereits im Ziel sind, ehe das Hauptfeld eintrifft.

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Wie zu hören ist, ist Sabine Spitz nicht mehr Schirmherrin des Waldhaus-Mountainbike-Marathons. Wer hat diese Rolle übernommen?

Sabine Spitz hatte von 2004 bis zum letzten Marathon 2019 die Schirmherrschaft für die Veranstaltung. Sie hat mehrfach auch an dem Rennen teilgenommen. Jetzt hat Rad-Profi Nico Denz, dessen Stammverein der VBC Waldshut-Tiengen ist, diese Aufgabe übernommen.

Wie sieht es mit den Anmeldungen aus?

Das Limit für die Langstrecke liegt bei 850 Teilnehmern. Derzeit sind noch einige Startplätze frei.

Wie sah das bei den Rennen in der Vergangenheit aus?

Das Teilnehmerfeld war teilweise schon sehr früh ausgebucht. Ich persönlich glaube, dass Corona auch hier negative Auswirkungen verursacht hat und viele Leute davon abhält, langfristig zu planen. Das wiederum erschwert uns die Planung.