Waldshut-Tiengen Landrat Martin Kistler verabschiedet langjährigen Waldshuter Kreisrat Martin Albers

Mit einem heiteren Rückblick auf sein politisches Leben verabschiedet sich der bisherige CDU-Fraktionssprecher Martin Albers vom Kreistag, dem er 24 Jahre lang anhörte. Joachim Tröndle rückt für ihn im Gremium nach.

Martin Albers, der ehemalige Waldshut-Tiengener Oberbürgermeister, war 24 Jahre lang im Kreisparlament und saß seit Ende 2012 Sprecher der größten Fraktion. Nachrücker ist nach der Stimmenzahl der letzten Wahl Joachim Tröndle aus Weilheim, der vor Jahren bereits dem Gremium angehörte. Der Geschäftsführer eines Maschinenrings wird auch dem Bau- und Umweltausschuss angehören. Im Verwaltungs- und Finanzausschuss und im Sozial- und Gesundheitsausschuss rückt Manfred Weber aus Küssaberg für Martin Albers nach.

Joachim Tröndle aus Weilheim rückt für Martin Albers in den Kreistag nach. <em>Bild: Archiv</em>
Joachim Tröndle aus Weilheim rückt für Martin Albers in den Kreistag nach. | Bild: Archiv Südkurier

Den langjährigen Weggefährten empfahl Albers nach seinem Umzug in die alte Heimat Achern aus eigener Erfahrung das Loslassen: „Keine Angst vor dem Polit-Ruhestand“, ermutigte der Jurist und bedankte sich: „Ich habe mich immer wieder sehr wohl gefühlt.“ Am Ende der öffentlichen Sitzung gab der Ex-OB (von 1991 bis 2015) über die Videotafel teils mit historischen Fotos Einblicke in seine Vergangenheit, nicht ohne zahlreiche Anekdoten. Mit Wurzeln in der Ortenau und in Thüringen, mit Juristen und einem Militärmusiker als Vorfahren spannte der 64-Jährige immer wieder den Bogen zur Politik. Etwa zu jenem Vorläufer, der sich einmal mit einem Schwarzwälder Schinken verglich: „Außen schwarz und innen rot“. Albers erinnerte sich seiner mit hörbarer Sympathie.

Zum Abschied gab es von Landrat Martin Kistler ein Weingeschenk, die Einladung zu Schwarzwälder Gastlichkeit und einen Blumenstrauß für die Frau. Der Landrat würdigte die konstruktive Mitwirkung Albers´ auch bei schwierigen Themen wie der Flüchtlingskrise. Rolf Schmidt als neuer Sprecher der CDU sagte für den kameradschaftlichen Umgang mit der Fraktion ein herzliches Vergelt´s Gott und dankte ebenfalls mit einem Präsent.

Im neuen Leben, nun ganz ohne Mandat, sei jetzt schon vieles von ihm abgefallen, freute sich der Scheidende, der schon vor den drei OB-Wahlperioden als Regierungsrat und Landrat-Stellvertreter am Hochrhein gelebt, hier mithin sein halbes Leben verbracht hat.

Sein neues Projekt ist das neue alte Zuhause in Achern, das 1902 von einer Tante des Großvaters erbaut wurde. Zeitweise, so Albers, leben dort vier Generationen unter einem Dach – wenn sie denn alle da sind.

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