Einstimmig und mit einem dicken Lob für die ehrenamtlichen Macher erhöhte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den jährlichen Betriebskostenzuschuss für das Wildgehege von derzeit 30.000 Euro auf künftig 50.000 Euro.

Viel Lob von allen Seiten

Wohl selten stimmten die Stadträte einer Ausgabe lieber zu, als der Erhöhung der Spende an das Waldshuter Wildgehege. Und nicht nur das.

Von allen Seiten regnete es jede Menge Lob für den Wildgehege-Verein, der die beliebte Freizeiteinrichtung vor knapp 50 Jahren nicht nur ins Leben gerufen hat, sondern bis heute ehrenamtlich betreibt und betreut.

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Einzige Ausnahme ist Tierpfleger Hubert Rossa. Er ist fest angestellt und geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Ein Nachfolger sei bereits gefunden, so der Vorsitzende des Wildgehege-Vereins, Werner Jockers, in der Sitzung des Gemeinderats.

Doch für eine Anstellung reiche der bisherige Zuschuss der Stadt nicht mehr aus. Deshalb der Antrag auf Erhöhung.

Ein Ja ohne Diskussion

Die Zustimmung folgte ohne Diskussion, dafür mit vielen guten Worten und mit einem dicken Dankeschön für die ehrenamtliche Arbeit des Vereins.

Den Anfang machte Oberbürgermeister Philipp Frank, der die Einrichtung oberhalb Waldshut als "Geschenk für die Stadt" und als einen wahrlich demokratischen Ort bezeichnete. Letzteres, weil das Wildgehege ein Treffpunkt für Jedermann, egal welcher Herkunft oder Schicht, sei.

Für Helmut Maier (CDU) "ist das Wildgehege unverzichtbar". Und für Gerhard Vollmer (SPD) ist es wichtig, "dass die gut genutzte Freizeiteinrichtung für Waldshut-Tiengen erhalten bleibt". Oder: "Ein Kleinod, das es zu erhalten und fördern gilt", wie es Harald Würtenberger (Freie Wähler) ausdrückte.

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Und Paul Albiez-Kaiser (Grüne) würdigte das Gehege als "eine ganz wichtige Einrichtung für Waldshut-Tiengen". Ein Angebot, hinter dem ganz viele Leute stünden, so Joachim Tröndle (FDP).

Der Dank der Macher

Lob, das dem Mitgründer und jetzigem Vorsitzenden, Werner Jockers, sowie Kassierer Otto Straub sichtlich guttat. Für Jockers ist das Wildgehege nicht nur ein "Ort der Ruhe" für die Bevölkerung aus Waldshut-Tiengen, sondern auch für Menschen aus der Region und der Schweiz.

Es sei zudem ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche die heimische Tierwelt inmitten der Natur erleben könnten. Werner Jockers: "Unsere Führungen sind immer ausgebucht."

Nachfolger für Hubert Rossa

Damit dies so bleibt, brauche es einen Nachfolger für Hubert Rossa, der zum Jahresende 2019 zwar in den Ruhestand gehe, aber weiter für Führungen mit an Bord sei.

Ein Ersatz sei bereits gefunden, koste aber mehr Geld. Deshalb der Antrag des Vereins auf Erhöhung des jährlichen Zuschusses. Das Ja zur Aufstockung "gibt uns Kraft und Zuversicht", so Werner Jockers.

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