Im Rahmen eines Festaktes in der Aula der Justus-von-Liebig-Schule, an dem unter anderem neben vielen Freunden und Kollegen auch Schwester Raphael-Marie mit einer Delegation aus Ruanda teilgenommen hatten, überreichte CDU-Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch der Oberstudienrätin a.D. Ilse Nirk aus Lauchringen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die hohe Auszeichnung wurde Ilse Nirk für ihren langjährigen Einsatz der humanitären Hilfe in Ruanda in Afrika verliehen.

Abgeordnete würdigt humanitären Einsatz

In ihrer Laudatio betonte Friedlinde Gurr-Hirsch, dass das ehrenamtliche Engagement für Ilse Nirk und ihren Ehemann Klemens, er verstarb 2016, immer Herzensangelegenheit gewesen sei. „Ihr Engagement für Ruanda ist bemerkenswert und vorbildlich“, so Friedlinde Gurr-Hirsch. „Menschen wie Sie sind für unser gesellschaftliches Gefüge unentbehrlich. Wir sind froh, dass wir Sie haben.“

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Ilse Nirk und ihr mittlerweile verstorbener Mann Klemens Nirk hatten im Jahr 1985 erste Kontakte zu Schwester Raphael-Marie, die dem einheimischen Orden der Benebikira-Schwestern mit Sitz in der ruandischen Hauptstadt Kigali angehört, geknüpft. Schwester Raphael-Marie war damals Leiterin der Haus- und Landwirtschaftsschule in Save. Der Persönlichkeit und Ausstrahlung Schwester Raphael-Maries ist es zu verdanken, dass die Vision einer Schulpartnerschaft thematisiert wurde.

Engagement trotz Bürgerkrieg

„Wollt Ihr eine Partnerschaft aufbauen, solltet Ihr wissen, wovon ihr redet“, war von Anfang an die Prämisse von Schwester Raphael-Marie, mit der Ilse Nirk eine tiefe Freundschaft verbindet. In den Folgejahren ist der Kontakt zwischen Ilse Nirk und Schwester Raphael-Marie nie abgebrochen.

Die Idee, vom Hochrhein aus vielen jungen Menschen in Ruanda Bildung zu ermöglichen, wurde seither stetig ausgebaut und verstärkt. Auch der Bürgerkrieg 1990 konnte Ilse Nirks Engagement nicht stoppen. Die beiden Frauen verfolgten konsequent die Idee der Partnerschaft. 1999 wurde die Justus-von-Liebig-Schule Partnerschule des allgemeinbildenden Kollegs in Save (Ruanda).

Hilfe für Ruanda in vielfältiger Form

Bis heute werden zahlreiche ehrenamtliche Aktionen, wie Benefizkonzerte und Spendenaktionen durchgeführt, um die Partnerschule zu unterstützen. Mit all diesen Spenden konnte in den zurückliegenden drei Jahrzehnten vieles erreicht werden. Das reicht vom Aufbau eines Schulrestaurants bis hin zur stetigen Unterstützung durch die Schulpartnerschaft. Seit fast zwei Jahren gibt es den Verein „Gemeinsam mit Save/Ruanda“, dessen Vorsitz Ilse Nirk übernommen hat.

Der Lauchringer Bürgermeister Thomas Schäuble, den eine langjährige Freundschaft mit Ilse Nirk verbindet, erinnerte in seiner Rede daran, dass Klemens Nirk ebenfalls für den Orden vorgeschlagen war. In ihren Dankesworten wies Ilse Nirk darauf hin, dass die Hilfe für Ruanda nur dank des Engagements Vieler zu leisten ist.