Ihren ersten Einsatz in diesem Winter hatten die Mitarbeiter des Ühlinger Bauhofs vor einer Woche. Je nach Wetter wird der Winterdienst in der Schlüchttalgemeinde Priorität haben. Die Vorbereitungen für den Winterdienst sind längst abgeschlossen. „Wir sind bestens gerüstet“, sagt Bauhofleiter Stefan Gampp, der selbst ein Winterdienstfahrzeug lenkt.

Ühlingen-Birkendorf mit seinen acht Ortsteilen, den Tälern von Steina, Schlücht, Mettma und Schwarza stellt an den Winterdienst besondere Anforderungen, weiß Stefan Gampp. Zuständig für den Räumdienst ist man auf den Gemeindeverbindungsstraßen und den Innerortsstraßen in den Ortsteilen. Die Land- und Kreisstraßen auf Gemeindegebiet sind in Sachen Schneeräumung Aufgabe des Kreises. Dennoch kommen rund 200 Kilometer Straßen auf den örtlichen Räumdienst zu, darunter 57 Kilometer Gemeindeverbindungsstraßen.

Die einfache Handhabung zum Füllen der Streuer an den Winterdienstfahrzeugen demonstriert Bauhofleiter Stefan Gampp.
Die einfache Handhabung zum Füllen der Streuer an den Winterdienstfahrzeugen demonstriert Bauhofleiter Stefan Gampp. | Bild: Werner Steinhart

Inzwischen sind alle Fahrzeuge mit Streuer und Schneepflug „aufgesattelt“, so Stefan Gampp. Je nach Winter und entsprechendem Aufwand müssen dann doch manches Mal die Verschleißschienen an den Schneepflügen ausgewechselt werden. In Ühlingen sind zwei große Räumfahrzeuge und ein kleines Fahrzeug für Gehwege und Plätze stationiert, gefahren vom Bauhofleiter Stefan Gampp selbst und den Mitarbeitern Ralf Reichenbach und Marc Stengel. Auf dem Brendener Berg stehen zwei Räumfahrzeuge parat und in Birkendorf ein weiteres Fahrzeug. Der Ühlinger Bauhof ist zuständig für die Schneeräumung in Riedern am Wald, Hürrlingen, Ober- und Untermettingen. Ühlingen wird von Birkendorf aus geräumt und Berau-Brenden ist ein eigener Räumbereich.

Vom Fahrzeug aus geregelt wird die Einstellung des Streuers. So können je nach Straße die Menge an Salzabgabe und die Breite des ...
Vom Fahrzeug aus geregelt wird die Einstellung des Streuers. So können je nach Straße die Menge an Salzabgabe und die Breite des Streuens eingestellt werden. | Bild: Werner Steinhart

In Brenden steht dafür auch ein zweites Salzsilo mit einem Fassungsvermögen von 30 Tonnen Salz. Beim Bauhof in Ühlingen stehen im großen Silo 60 Tonnen Salz zur Verfügung, derzeit sind beide Silos randvoll. Im vergangenen Winter 2020/21 wurden 350 Tonnen Salz gestreut. „Natürlich müssen wir jedes Jahr Salz nachbestellen, was aber sehr problemlos ist. Ühlingen-Birkendorf steht auf einer Prioritätenliste, sodass es von der Bestellung bis zur Lieferung rund drei Tage geht, bis die Silos wieder voll sind“, sagt Gampp. Mit dem Salzverbrauch sei man sehr sparsam, dafür sorgen die modernen Streuer, alle „wegeabhängig“, so Gampp. Vom Fahrzeug aus können unter anderem Menge und Streubreite eingestellt werden.

In der Regel beginnt der Winterdienst in jedem Jahr Ende November, im vergangenen Jahr ging es am 1. Dezember los und der letzte Einsatz des vergangenen Winters war am 11. Februar 2021. Normalerweise geht es morgens um 5 Uhr los, ob Werktag oder Sonntag, und gefahren wird je nach Dauer des Schneefalls dann bis weit in die Nachtstunden hinein. Nicht vergessen werden soll auch der sogenannte Handdienst, bei dem die Bauhofmitarbeiter bei der Schule, der Halle oder den Kindergärten mit der Schneeschippe aktiv sind. Im allgemeinen haben die Schneeräumer keine besonderen Probleme mit ihrer winterlichen Arbeit. Lediglich enge Straßen oder solche, die mit Autos verstellt sind, sind manchmal besondere Herausforderungen. Dass das Schneeräumen immer auch manchen Zeitgenossen nicht so gut gefällt, sieht Stefan Gampp gelassen.