Christian Mauch wird im Januar 2023 nicht mehr für das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Wutach kandieren. Dies bestätigte der 57-Jährige gegenüber dieser Zeitung. Christian Mauch möchte seine zweite Amtszeit noch regulär beenden, die offiziell im April 2023 endet. Die Bürgermeisterwahl wird voraussichtlich im Januar sein, bestätigte die Gemeindeverwaltung.

Es sei ein monatelanger Abwägungsprozess gewesen, auch innerhalb der Familie, ob er erneut kandidieren soll, erläuterte Christian Mauch auf Anfrage. Aus persönlichen Gründen habe er sich nun gegen eine erneute Kandidatur entschieden.

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Die Aufgabe eines Bürgermeisters sei allgemein gesprochen persönlich fordernd, wenn man dieses Amt ernst nehme. „Das Beste für Wutach zu geben, war immer Antrieb für mich und wäre auch der Anspruch einer dritten Amtszeit gewesen.“ Nun stehen weitere zehn arbeitsintensive Monate bis zum Ende seiner Amtszeit bevor, freut sich Christian Mauch.

Er werde am Ende 16 Jahre lang sehr gerne Bürgermeister in Wutach gewesen sein, so Christian Mauch im Gespräch mit dieser Zeitung. Es wäre reizvoll gewesen, mit einem Gemeinderatsgremium wie dem Wutacher weiter an der Zukunft der Gemeinde zu arbeiten. Ideen hätte er noch viele im Köcher. Die Zeit als Wutacher Bürgermeister habe ihn in seinem Leben wie keine andere geprägt und auch bereichert. Durch die frühzeitige Entscheidung eines Verzichts auf die Kandidatur möchte er potentiellen Kandidaten die Chance eröffnen, sich intensiv mit Wutach zu beschäftigen und vorzubereiten.

Als CDU-Kreistagsmitglied möchte Christian Mauch sein dortiges Mandat auf jeden Fall zu Ende führen. Er sitzt seit 2009 im dortigen Gremium, die dritte Amtszeit im Waldshuter Kreistag trat er bei der Wahl im Mai 2019 an. Der Wutacher Bürgermeister ist bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit kraft Amtes Mitglied des Verwaltungsrats der Sparkasse Bonndorf-Stühlingen und dort auch in den Kreditausschuss gewählt. Zudem ist Christian Mauch Vorsitzender des Stiftungsrats der Dieter-Meister-Stiftung.

Christian Mauch blickt auf 38 Arbeitsjahre im öffentlichen Dienst zurück. Der in Ühlingen aufgewachsene 57-Jährige studierte Forstwissenschaft und war beruflich in Breisach, Waldshut und Stühlingen tätig. Über seine berufliche Zukunft nach April 2023 schweigt sich Christian Mauch derzeit noch aus. Auf jeden Fall werde er mit seiner Familie weiter in Ewattingen wohnen.

Christian Mauch hatte sich erstmals am 4. Februar 2007 gegen die drei weiteren Kandidaten Joachim Burger aus Münchingen (jetziger Bürgermeister von Stühlingen), dem damaligen Pfohrener Ortsvorsteher Gottfried Vetter und dem aus Boll stammenden, damaligen Wutacher Revierleiter Friedrich Hugel im zweiten Wahlgang durchgesetzt. Christian Mauch trat nach seinem knappen Wahlerfolg (35,87 Prozent der Stimmen) schließlich die Nachfolge von Theobald Fritz an. Bei der Wahl im Jahr 2015 holte Christian Mauch dann allerdings 91,18 Prozent der Stimmen. Mit Heiko Gold aus Böbingen an der Rems hatte es lediglich einen Gegenkandidaten gegeben, dem der Ruf eines Dauerkandidaten anhing.