„Aus Kindern werden Leute“, so heißt eine Serie, bei der wir Fotos von Stühlinger Kindern präsentieren, die vor 15 bis 20 Jahren in dieser Zeitung veröffentlicht wurden und recherchieren, was aus den Steppkes von einst geworden ist.

Jannis Hupfer heute als 15-Jähriger mit dem Waldhorn.
Jannis Hupfer heute als 15-Jähriger mit dem Waldhorn. | Bild: Edelgard Bernauer

Unser Babybild entstand vor 15 Jahren im Stühlinger HBH-Klinikum, damals noch Loreto-Krankenhaus. Anlass war ein Bericht über die florierende Geburtsstation, die für einen stattlichen Millionenbetrag modernisiert worden war. Allerdings wurde dieses Aushängeschild des Stühlinger Krankenhauses zum 30. Juni 2010 geschlossen. Unterwasser-Geburtswanne und weitere Errungenschaften der modernen Geburtshilfe blieben verwaist zurück. Verstanden hat das innerhalb der Bevölkerung kaum jemand.

Das Baby im Bild ist Jannis Hupfer. Heute ist er ein Jugendlicher von 15 Jahren. Viele Mütter kamen damals auch aus der ganzen Region, um in Stühlingen ihr Kind zur Welt zu bringen. Jannis Hupfer lebt mit seiner Familie – er hat noch einen älteren Bruder und eine ältere Schwester – an der Kalvarienbergstraße in Stühlingen. Er besucht das Klettgau-Gymnasium in Tiengen. Dort spielt er in der Bläserphilharmonie das Waldhorn. „Es gilt als eines der am schwierigsten zu spielenden Blasinstrumente“, erläutert der junge Stühlinger. Zu seinen weiteren Hobbys zählen Lesen, Sport und das Klavierspiel.

Was seine Zukunftspläne betrifft, ist Jannis Hupfer momentan noch unentschlossen. Er weiß aber schon, dass ihm als guter Schüler die Welt offen steht: „Ich habe viele Interessen und auch einige Ideen für mögliche Berufsfelder. Bisher finde ich Technik, Sprachen und Geschichte sehr spannend. Man sollte sich nicht zu früh auf einen Beruf festlegen. Alles ist möglich, mal sehen, was kommt.“