Die Stundenpläne sind fertig, die Lehrer haben ihre Hausaufgaben gemacht. Und am Montag kommen die Schüler zurück in die Schule und Klassenzimmer. Die sechs Schulen im Wutachtal sind vorbereitet und haben sich besonders auf die Corona-Verordnungen eingestellt. Alle Schulen haben bereits vor den Ferien einen Hygieneplan erstellt. Ein Wermutstropfen für die ABC-Schüler: Zu den Einschulungsfeiern dürfen nur die Eltern, teils noch Geschwister, mitkommen.

55 Neue für die Realschule Stühlingen

Rektor Manfred Schmider und sein Team begrüßen am Dienstag 55 neue Fünftklässler. Sie beginnen gestaffelt. „Um auch den Eltern die Teilnahme am wichtigen Tag ihres Kindes zu ermöglichen“, schreibt Angela Böhrer, ehemalige Lehrerin und Berichterstatterin für die Schule. Die bilinguale Klasse um 8.30 Uhr, die Klasse 5a um 10 Uhr. Der Rest der insgesamt 340 Schüler startet am Montag.

Geplant ist, die Mensa wieder zu öffnen. Bei allen Planungen habe für den Schulleiter der Pflichtunterricht Vorrang. So müssten die allgemeinen Anforderungen umgesetzt werden.

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Der neue Schuljahresplaner liegt schon bereit. Dafür gab‘s vom Förderverein der Realschule einen Zuschuss. Die Schüler finden darin die Schul- und Hausordnung, Hilfe für das Erstellen und Präsentieren eines Referats, Vordrucke für Entschuldigungen, den gesamten Jahreskalender sowie das Leitbild der Schule.

In der Realschule werden 340 Schüler in 14 Klassen von 26 Lehrern unterrichtet. In jeder Jahrgangsstufe ist eine bilinguale Klasse eingerichtet. Hier findet der Unterricht in zwei Fächern hauptsächlich in Englisch statt.

Alemannenschule kann nur 100 aufnehmen

„Wir sind sehr gut auf Corona vorbereitet“, sagt Schulleiter Stefan Ruppaner. Die Schule habe vom Land 14.000 Masken erhalten. Die Gemeinde habe die Einrichtung mit Desinfektionsmittel versorgt. Bewährt habe sich das Lernen zu Hause.

Stefan Ruppaner, Rektor der Alemannenschule.
Stefan Ruppaner, Rektor der Alemannenschule. | Bild: Gerald Edinger

„Wer es wünscht, kann das Homelearning fortsetzen, mit unserer digitalen Ausstattung ist das problemlos möglich“, erklärt Ruppaner. Es werde auch ohne Corona in Zukunft Teil des Lernens an der Alemannenschule sein.

Die Schule konnte aus Platzgründen nur 100 der 145 angemeldeten Fünftklässler aufnehmen. Die Einschulungsfeier der 36 Erstklässler in der an die Alemannenschule angegliederten Grundschule Degernau ist am Mittwochnachmittag. Für die elften Klassen mussten für das neue Schuljahr nochmals neue Container aufgestellt werden.

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Das blaue Haus befindet sich im Umbau und soll zu Weihnachten fertig sein. Die Fertigstellung des Neubaus für die gymnasiale Oberstufe (ein Projekt von über 9 Millionen Euro) ist für das darauf folgende Schuljahr geplant.

An der Alemannenschule werden 770 Schüler unterrichtet. Je die Hälfte der 170 Kinder besuchen die Grundschulen in Degernau und Wutöschingen.

24 Erstklässler an der Grundschule Weizen

Schulleiter Thomas Laubis freut sich auf die 24 Erstklässler. Sie werden mit einer kleineren als sonst üblichen Feier am Freitag, 18. September, begrüßt. Der Chor singt diesmal nicht. Dafür führen Schüler das orff‘sche Instrumentarium auf. Die Viertklässler übernehmen diesmal keine Patenschaft.

Auch die Grundschule Weizen wartet auf den Schulbeginn, die 82 Schüler und sechs Lehrer, die ab Montag wieder alle da sind.
Auch die Grundschule Weizen wartet auf den Schulbeginn, die 82 Schüler und sechs Lehrer, die ab Montag wieder alle da sind. | Bild: Stadt Stühlingen

Versetzte Zeiten für den Unterrichtsbeginn sind hier nicht möglich. „Weil 85 Prozent mit dem Bus kommen“, sagt Laubis. Es gibt versetzte Pausenzeiten. Laubis: „Der Unterricht läuft im Grunde normal. Nur bei Gruppenarbeiten und Experimenten sind wir zurückhaltend.“

An der Grundschule Weizen werden 82 Schüler in vier Klasssen von sechs Lehrern unterrichtet.

Hohenlupfenschule begrüßt 20 ABC-Schützen

Die Einschulungsfeier für die 20 Erstklässler ist am Mittwoch, 16. September, 10 Uhr, wegen Corona diesmal im Konradsaal, nur mit den Eltern. Zehn Lehrer unterrichten an der Grundschule 140 Schüler. „Wir sind vorbereitet“, sagt Rektorin Susanne Schlatter.

In der Hohenlupfenschule in Stühlingen werden 140 Schüler von zehn Lehrern unterrichtet.
In der Hohenlupfenschule in Stühlingen werden 140 Schüler von zehn Lehrern unterrichtet. | Bild: Stadt Stühlingen

Der Hygieneplan besteht noch aus dem vergangenen Schuljahr. So wird‘s zum Start ins neue Schuljahr nichts Neues geben. Die 140 Schüler werden von zehn Lehrern unterrichtet.

Auwiesenschule Horheim: 34 in zwei Klassen

Die 34 in zwei Klassen eingeteilten ABC-Schützen feiern laut Schulleiterin Marion Strittmatter am Donnerstag um eine Stunde versetzt ihre Einschulung. Die Klassen 2 bis 4 kommen am Montag zur zweiten Stunde, um 8.30 Uhr.

142 Grundschüler besuchen ab Montag die Auswiesenschule in Horheim-Schwerzen. Sie werden von neun Lehrern plus einem Türkischlehrer und Lehrer für evangelische Religion unterrichtet.
142 Grundschüler besuchen ab Montag die Auswiesenschule in Horheim-Schwerzen. Sie werden von neun Lehrern plus einem Türkischlehrer und Lehrer für evangelische Religion unterrichtet. | Bild: Sandra Holzwarth

142 Schüler besuchen die Auwiesenschule Horheim-Schwerzen. Zum Kollegium zählen neuen Lehrer, dazu ein Türkischlehrer und ein Lehrer für evangelische Religion. Die Schüler sind aufgeteilt in acht Klassen (zweizügig).

16 Kinder feiern in Eggingen den ersten Schultag

16 Kinder der Gemeinde freuen sich auf den ersten Schultag am Mittwoch, berichtet Rektorin Birgit Malcha. Für den Rest der 76 Schüler geht‘s am Montagmorgen los.

Die sechs Lehrer (dazu kommt ein FSJ-ler) unterrichten auch hier unter Pandemiebedingungen. Das heißt: Versetzte Anfänge, versetzte Pausen. „Damit die Klassen getrennt bleiben“, sagt Malcha, „wir sind nicht von Buszeiten abhängig, deshalb können wir alles so verschieben.“

Die Corona-Verordnung

Die ab dem 14. September gültige Coronaverordnung des Landes in der Fassung vom 31. August regelt Verhalten und Maßnahmen im Schulbetrieb. Die wichtigsten:

Die Schulen müssen einen Hygieneplan erstellen. Die meisten haben bereits vor den Ferien ihr Konzept vorgelegt. Sodass der Start ins neue Schuljahr auch in der Corona-Zeit keine Probleme bereiten dürfte.

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