Das Nadelöhr auf der B 314 im oberen Wutachtal muss entschärft werden. Darin sind sich seit Jahren, ja seit Jahrzehnten, alle einig. Allen voran natürlich die Menschen in dem kleinen Stühlinger Ortsteil, aber auch alle Politiker, die die Engstelle auf der viel befahrenen Verbindung zwischen A 98 und A 81 selbst in Augenschein genommen haben – gleich welcher parteipolitischen Couleur und unabhängig von der Zugehörigkeit zu Land- oder Bundestag. Jetzt war die verkehrspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Daniela Ludwig, vor Ort. Danach sagte sie, dass sie gemeinsam mit ihrem Fraktionskollegen Felix Schreiner auf eine „höhere Planungspriorität“ drängen wolle.

Ortstermin: Gemeinsam mit der verkehrspolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Daniela Ludwig, nahmen die Bürgermeister aus dem Wutachtal, Verkehrsexperten und Felix Schreiner das Nadelöhr auf der B 314 im Stühlinger Ortsteil Grimmelshofen in Augenschein.  Bild: Regina Folkerts
Ortstermin: Gemeinsam mit der verkehrspolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Daniela Ludwig, nahmen die Bürgermeister aus dem Wutachtal, Verkehrsexperten und Felix Schreiner das Nadelöhr auf der B 314 im Stühlinger Ortsteil Grimmelshofen in Augenschein. | Bild: Regina Folkerts

Wie der Lauchringer CDU-Abgeordnete im Nachgang des Vor-Ort-Termins in einer Presseerklärung schreibt, stehe für seine Fraktionskollegin und Verkehrsexpertin fest, dass Handlungsbedarf bestehe. Daniela Ludwig: „Wir können nicht bis zum Jahr 2025 warten, um mit der Planung zu beginnen.“ Gemeinsam mit Felix Schreiner wolle sie versuchen, auf die Dringlichkeit dieser Maßnahme hinzuweisen. Für sie, so Ludwig, sei es nicht nachvollziehbar, dass man diesem Projekt keine höhere Priorität eingeräumt habe.

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Dass in Grimmelshofen schnell eine Änderung herbeigeführt werden muss, habe Stühlingens Bürgermeister Joachim Burger mit klaren Worten deutlich gemacht, so Felix Schreiner. Seinen Unmut über die schleppende Situation fasst er wie folgt zusammen: „Wir brauchen eine schnelle Lösung für die Ortsumfahrung Grimmelshofen.“ Schreiner selbst sieht in der Landesregierung einen entscheidenden Verursacher für die schleppende Planung. Schon als Landtagsabgeordneter habe der dagegen argumentiert, Grimmelshofen auf einen der letzten Plätze der Prioritätenliste zu setzen.

Hauptstrecke zwicshen A 98 und A 81

Schreiner: „Wir müssen die Ortsumfahrung Grimmelshofen in einem größeren Kontext als Lückenschluss betrachten. Hier geht es nicht um einen kleinen Ortsteil, sondern auch um die Hauptstrecke zwischen A 98 und A 81.“ Ortsvorsteher Wolfgang Kaiser habe den beiden Abgeordneten mit auf den Weg gegeben, „dass wir in Grimmelshofen möchten, dass man ehrlich mit uns umgeht und sagt, was Sache ist“. Kaiser weiter: „Die Entwicklung unseres Dorfes hängt davon ab.“

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Neben den beiden Bundespolitikern waren auch die Bürgermeister Burger (Stühlingen), Georg Eble (Wutöschingen), Karlheinz Gantert (Eggingen) und Bürgermeister-Stellvertreter Hermann Pfau (Lauchringen) sowie Walter Scheifele (Landratsamt) und Dieter Bollinger (Regierungspräsidium) mit vor Ort. Vor dem Termin in Grimmelshofen nahm die Gruppe auch die Ortsumfahrung Oberlauchringen und die Kreuzungssituation an der B 314 in Wutöschingen-Horheim in Augenschein. Zudem wurden die Pläne des Regierungspräsidiums Freiburg für einen dreispurigen Teilausbau der B 314 diskutiert.