Der neue Premiumwanderweg „Hotzenpfad“ rund um Hütten ist für Wanderer seit Sonntagmittag offiziell eröffnet. Neben den Teilnehmern der Eröffnungstour begaben sich auch andere Wanderer auf die neue Strecke, schließlich gab es viel Neues zu entdecken. Der „Hotzenpfad“ ist ein „Schwarzwälder Genießerpfad“ und wurde bei einer sehr guten Beurteilung des Deutschen Wanderinstituts mit 75 Punkten ausgezeichnet. Auf dem neuen Premiumwanderweg gibt es auf einer Strecke von 12,8 Kilometern das Zusammenspiel von kulturhistorischen Stätten mit wildromantischen Naturattraktionen des vorderen Hotzenwaldes zu entdecken.

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Die östliche Hälfte wurde als 6,4 Kilometer lange Eröffnungswandertour ausgewählt. Beinhaltet diese Teilstrecke doch nicht nur Wuhre, Wald und Wiesen, sondern auch herrliche Aussichten, eine Fülle an historischen Stätten und registrierten Naturdenkmälern. Als Erstes wurde die Stellfalle bewundert, die den Wasserzulauf in das Heidewuhr regelt.

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Im Gänsemarsch, geführt von Ralf Kohlbrenner aus Rüttehof, ging die Gruppe am künstlich angelegten Bachlauf entlang. Schnell wurde den Teilnehmern bewusst, dass die ehrenamtlichen Helfer Großes geleistet haben. In mehr als 1000 Arbeitsstunden wurden die Wege gesichert, Treppen angelegt und 210 Markierungen, 70 Pfeile und 100 Wegweiseblätter angebracht.

Eine Meisterleistung vollbrachte Johann Lauber bei der Sitzgruppe. Eine persönliche Note, die das Ehrenmitglied beim Kindersitz eingearbeitet hat, verlieh dem Aussichtspunkt den Namen „Eichhörnchen-Platz“.
Eine Meisterleistung vollbrachte Johann Lauber bei der Sitzgruppe. Eine persönliche Note, die das Ehrenmitglied beim Kindersitz eingearbeitet hat, verlieh dem Aussichtspunkt den Namen „Eichhörnchen-Platz“. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Vorbei ging es an der kunstvoll gefertigten „Krummeichenbank“ von Norbert Vogelbacher, von der die Kinder die Füße ins Wasser baumeln lassen konnten. Erklärt wurde die Funktion des in den 80er Jahren hinzugekommenen Bauwerks des Sandfangs von Walter Kammerer, um den Wuhrenaufseher etwas zu entlasten. Trotz besten Herbstwetters waren die Frauen, die leichte Shorts trugen, froh, als man den schattigen Wald und das kühle Heidenwuhr bei der Quellfassung, dem Pumpwerk der ehemaligen Wasserversorgung von Bergalingen, verließ. Es ging hinauf nach Bergalingen, wo sich früher die Dorfjugend traf, um das Rauchen und Mopedfahren zu lernen.

Nach dem Festakt und dem gemeinsamen Mittagessen folgte der zweiten Höhepunkt des Tages: die Einweihung des Prämienwanderweges „Hotzenpfad“. Mit dem Pendelbus ging es hoch zum Startpunkt der Bushaltestelle Abzweigung Glashütten.
Nach dem Festakt und dem gemeinsamen Mittagessen folgte der zweiten Höhepunkt des Tages: die Einweihung des Prämienwanderweges „Hotzenpfad“. Mit dem Pendelbus ging es hoch zum Startpunkt der Bushaltestelle Abzweigung Glashütten. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Oben bestaunte die Gruppe die Meisterleistung von Johann Lauber bei der Gestaltung der Sitzgruppe. Beim Kindersitz ließ das neue Ehrenmitglied eine besondere persönliche Note einfließen, die dem Aussichtspunkt den Namen „Eichhörnchen-Platz“ verlieh. Er hat noch weitere Stühle und Bänke hergestellt, die entlang des Pirschwegs zum Rasten einladen.

Eine Meisterleistung vollbrachte Johann Lauber bei der Sitzgruppe. Eine persönliche Note, die das Ehrenmitglied beim Kindersitz eingearbeitet hat, verlieh dem Aussichtspunkt den Namen „Eichhörnchen-Platz“.
Eine Meisterleistung vollbrachte Johann Lauber bei der Sitzgruppe. Eine persönliche Note, die das Ehrenmitglied beim Kindersitz eingearbeitet hat, verlieh dem Aussichtspunkt den Namen „Eichhörnchen-Platz“. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Auf ihre Kosten kamen die Freunde der Fernsicht beim Alpenpanorama Sitzplatz. Es bot sich eine Aussicht auf den Bergalinger Fernsehturm und den Schweizer Jura, die Alpenkette mit Eiger, Mönch und Jungfrau blieb aber im Dunst verborgen. Vorbei am Kirchgrubenplatz, wo Gelbstein für den Häuserbau und die Rickenbacher Kirche von 1838 bis 1842 gebrochen wurde, ging es zum Salpeter-Gedenkstein.

Willkomene Stärkung: Die Landfrauen von Bergalingen warteten mit einem Kuchenbüfett auf dem Dekalog-Platz („Zehn Gebote“) auf. Der Faule-Weiber-Kuchen (Käsekuchen) war im Nu vergriffen.
Willkomene Stärkung: Die Landfrauen von Bergalingen warteten mit einem Kuchenbüfett auf dem Dekalog-Platz („Zehn Gebote“) auf. Der Faule-Weiber-Kuchen (Käsekuchen) war im Nu vergriffen. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Nach dem idyllischen Gelände des Eisenbaches erreichten die Wanderer den Dekalog-Platz („Zehn Gebote). Die Landfrauen von Bergalingen warteten Wmit einem Kuchenbüfett und Kaffee auf. Der Faule-Weiber-Kuchen (Käsekuchen) war im Nu vergriffen. Gestärkt ging es vorbei am 184 Meter hohen ehemaligen Bergalinger Fernsehsender, der heute dem digitalen Hörfunk dient.

Vorsicht: Der Solfelsen wird wegen seiner runden Form auch „Pelzkappenstein“ genannt. Auf den ersten Blick scheint der 230 Tonnen schwere wuchtige Granitblock wegrollen zu wollen.
Vorsicht: Der Solfelsen wird wegen seiner runden Form auch „Pelzkappenstein“ genannt. Auf den ersten Blick scheint der 230 Tonnen schwere wuchtige Granitblock wegrollen zu wollen. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Wie es sich gehört, wurde zum Abschluss der Höhepunkt der Eröffnungswandertour erreicht: die Block- und Felsformation des Solfelsengebiets. Der Solfelsen wird auch wegen seiner runden Form „Pelzkappenstein“ genannt. Der 230 Tonnen schwere wuchtige Granitblock scheint wegrollen zu wollen. Fast wäre er 1895 einem Steinbruch zum Opfer gefallen und nur durch den Ankauf der Sektion Säckingen des Schwarzwaldvereins konnte er gerettet werden.

Aussicht

Etwas unterhalb bietet sich ein grandioser Blick in die Rheinebene bis nach Basel und zum Sendemast St. Chrischona in Riehen. Etwas müde bedankte sich die Gruppe für die Führung bei Ralf Kohlbrenner und es ging zurück vom Spatzenhof zum Bus, der auf dem Wanderparkplatz Solfelsenweg schon wartete.