Planungsgemäß hatte die neue Kindertagesstätte „In der Mühle“ Anfang September ihren Betrieb aufgenommen und wurde letzten Freitag nun auch offiziell eröffnet. Die Schar der Gratulanten war aufgrund Corona begrenzt, umso größer aber waren Lob und Anerkennung für die Gemeinde Murg, dieses Fünf-Millionen-Euro-Projekt realisiert zu haben.

Neben den Planern der Kindertagesstätte, Vertretern des Trägers Katholische Kirchengemeinde, Gemeinderäten, Amtsleitern, dem Team der Kindertagesstätte und Grundstücksangrenzern konnte Bürgermeister Adrian Schmidle auch den Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner (CDU) und die Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller (CDU) zur Eröffnung der Kindertagesstätte begrüßen.

Beide Politiker würdigten ausdrücklich den Mut der Gemeinde Murg, in die Zukunft zu investieren. „Eine bessere Rendite als die Bildung unserer Kinder gibt es nicht“, meinte Hartmann-Müller und betonte wie auch Schreiner in Bezug auf die hohen Fördermittel, mit denen die Kindertagesstätte unterstützt worden war, dass die Unterstützung durch die Politik für die Kleinbetreuung das eine sei, die Umsetzung dann aber in den Kommunen zu erfolgen habe: „Es geht nur gemeinsam.“ Schreiner mit Blick auf die neue Murger Mitte außerdem: „Es fügt sich wunderbar in die Ortsmitte ein.“

Zur neuen Kindertagesstätte der Gemeinde Murg gratulierten der Kindergartenleiterin Julia Lüthi (von links) und Bürgermeister Adrian Schmidle auch Bundestagsabgeordneter Felix Schreiner (CDU) und die Landtagsabgeordnete Sabine Müller-Hartmann (CDU). Bild: Brigitte Chymo
Zur neuen Kindertagesstätte der Gemeinde Murg gratulierten der Kindergartenleiterin Julia Lüthi (von links) und Bürgermeister Adrian Schmidle auch Bundestagsabgeordneter Felix Schreiner (CDU) und die Landtagsabgeordnete Sabine Müller-Hartmann (CDU). Bild: Brigitte Chymo

Die Planung von Architekt Ernesto Preiser, die sich an der Umgebungsbebauung sowie die im Leitbild der Gemeinde Murg formulierten ökologischen und nachhaltigen Ziele orientiert hatte, bezeichnete Schmidle als „goldrichtig“. Dieses Projekt sei längst überfällig gewesen, meinte Schmidle zur Kleinkinderbetreuung in der Gemeinde Murg und dankte dem Gemeinderat diese wegweisende Entscheidung mitgetragen zu haben. Als „reizvolle Bauaufgabe“ bezeichnete Architekt Ernesto Preiser Bau und Planung der Kindertagesstätte, die sich in die gegebene Bebauung einfügen und gleichzeitig den Anforderungen eines modernen Kindergartens gerecht werden sollte. Preiser hatte sich für eine Holzbauweise innen wie außen entschieden, die sowohl einem gesunden Raumklima wie auch dem Regionalgedanken Rechnung tragen. Für das gesamte Planungsteam überreichte Preiser einen symbolischen Scheck über 1000 Euro, der für ein Spielpodest gedacht ist.

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Für das Team trat die Leiterin der Kindertagesstätte Julia Lüthi an Mikrofon. Der Grundstein für ein soziales Miteinander sei gelegt, meinte Lüthi: „Nun liegt es an uns den ökologischen und nachhaltigen Grundgedanken zu leben und an die Kinder weiterzutragen.“ Lüthi würdigte vor allem auch die Leistung ihres Teams, das den Umzug vom früheren Kindergarten St. Hildegard in die neue Kindertagesstätte und gleichzeitig den laufenden Betrieb zu bewältigen hatte. Einen Blumenstrauß gab es für Claudia Koubik, die 22 Jahre im St. Hildegard war und mit in die neue Kindertagesstätte umzog.

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Auch Dekan Peter Berg drückte als Vertreter des katholischen Trägers seinen Respekt für die neue Kindertagesstätte in Murg aus, mit der die Seelsorgeeinheit Bad Säckingen-Murg nunmehr elf Kindergärten unter ihrer Trägerschaft hat. Berg segnete im Anschluss an seine Grußworte die Kindertagesstätte.

Dekan Peter Berg segnete die neue Kindertagesstätte. Bild: Brigitte Chymo
Dekan Peter Berg segnete die neue Kindertagesstätte. Bild: Brigitte Chymo

Die Kindertagesstätte

Der Gemeinderat beschloss im Jahr 2018 den Bau einer neuen Kindertagesstätte im Areal „In der Mühle“. Baubeginn war im Januar 2019. Die Baukosten belaufen sich auf rund fünf Millionen Euro. 28 Prozent diese Summe sind über Fördergelder abgedeckt. Die neue Kindertagesstätte hat Platz für 100 Kinder. Im Erdgeschoss ist die Kinderkrippe mit drei Gruppen, im Obergeschoss der Regelkindergarten mit ebenfalls drei Gruppen für die über Dreijährigen.

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