Die Bau der neuen Kindertagesstätte „In der Mühle“ schritt für alle sichtbar voran, und im Hintergrund verhandelten Gemeindeverwaltung und die Verrechnungsstelle Schopfheim die katholische Trägerschaftsvereinbarung. Auch das Personal musste eingestellt werden. Start für die jüngste Gemeinderatssitzung war zunächst einmal an der Kindertagesstätte „In der Mühle“. Gemeinderat und interessierte Bürger hatten die Gelegenheit, sich bei einer Runde durch das Haus selbst ein Bild zu machen, Erst dann ging es in die Murgtalhalle, wo Tobias Schnurr von der Verrechnungsstelle Schopfheim die Trägervereinbarung zwischen Katholischer Kirchengemeinde und Gemeindeverwaltung vorstellte.

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Während die Gemeinde dem Träger das Gebäude kostenlos zur Verfügung stellt, betreibt diese die Kindertagesstätte. Wie in den anderen kirchlichen Kindergärten in der Gemeinde Murg, wird die Gemeinde auch „In der Mühle“ für 92 Prozent der nicht durch die Elternbeiträge gedeckten Betriebsausgaben aufkommen. Die Gemeinde kommt außerdem für den Unterhalt des Gebäudes auf. Der Gemeinderat gab für diesen Vertragsentwurf ebenso grünes Licht wie den Veränderungsvertrag mit dem Kindergarten St. Hildegard.

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Denn mit der Öffnung der neuen Kindertagesstätte werden auch die 38 Kinder des St. Hildegard Kindergarten in die Murger Ortsmitte umziehen. Deren Leitung, Julia Lüthi und ihre Stellvertreterin Anja Ebner-Hagist, werden dann auch die Leitung „In der Mühle“ übernehmen. Das gesamte Personal sei gefunden, so die gute Nachricht von Julia Lüthi. Die Leiterin und Tobias Schnurr hatten die nicht leichte Aufgaben, während Corona Erzieherinnen, Hauswirtschafterinnen, Reinigungskräfte und den Hausmeister einzustellen. So war die Bewerbungsauswahl teilweise nur über Video möglich.

„Wir sind froh, dass wir viele Bewerbungen hatten“, meinte Julia Lüthi und zählte auf: 16 pädagogische Mitarbeiterinnen, drei Auszubildende und eine FSJ-lerin. Als besonders positiv bewertete Lüthi, dass sie und ihre Kolleginnen als Team von Anfang an mit in die Planungen der Kindertagessstätte eingebunden worden waren.

Start im September

Gestartet wird im September mit drei Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen. Die dritte Krippengruppe wird spätestens zum September 2021 eröffnet. Für die Kinder wird es ein „All-inclusive-Paket“ geben. Will heißen, dass die Kinder kein Essen und Trinken von zuhause mehr brauchen, sondern dass in der Kindertagesstätte für zwischendurch immer etwas zur Verfügung steht. Täglich gibt es frisches Obst und Gemüse, das saisonal und regional bei den örtlichen Einzelhändlern bezogen wird. Das Mittagessen wird tiefgekühlt über das weltweit agierende Cateringunternehmen Apetito bezogen, vor Ort per Dampfgarer gewärmt und kostet zusätzlich 60 Euro im Monat.