Um das Zechenwihler Hotzenhaus bis zum Tag des offenen Denkmals am 13. September 2020 der Öffentlichkeit übergeben zu können, fand am Dienstagnachmittag einen Begehung durch die Denkmalämter Freiburg und Bad Säckingen statt. Gleichzeitig pflanzten 20 Kinder der Grundschulen von Murg und Niederhof unter der Aufsicht von Rektorin Stephanie Hikisch und Ortsvorsteherin Edith Becker 10 alte Obstbaumsorten auf dem Grundstück des Hotzenhauses. Sie wurden vom Förderverein Zechenwihler Hotzenhaus mit Getränken und Kuchen versorgt.

Innenausbau als Schwerpunkt

Bei den derzeitigen Baumaßnahmen, liegt der Schwerpunkt der Arbeiten beim Innenausbau. Die Besuchergruppe, die von Georg Kirschbaum, dem Vorsitzenden des Vereins angeführt wurde, bestand aus Nicoletta Degginger von der Denkmalbehörde aus Freiburg, Peter Weiß und Peter Oswald, der unteren Denkmalbehörde aus Bad Säckingen, Architekt Florian Rauch und weiteren Vertretern des Vereins.

Dann soll im Ökonomieteil eine kulturelle Begegnungsstätte für bis zu 200 Personen zur Verfügung stehen. Dazu wird eine reversible Toilettenanlage, sowie eine einfache aus Edelstahl bestehende Küchenzeile eingebaut werden.
Dann soll im Ökonomieteil eine kulturelle Begegnungsstätte für bis zu 200 Personen zur Verfügung stehen. Dazu wird eine reversible Toilettenanlage, sowie eine einfache aus Edelstahl bestehende Küchenzeile eingebaut werden. | Bild: Reinhard Herbrig

Während an der Fassade kaum Veränderungen, sprich Sanierungsmaßnahmen zu erkennen sind, gibt es im Inneren des Hauses, das heißt im Bodenbereich und im Dachstuhl große Fortschritte. So wurde der Fußboden betoniert und die Dachkonstruktion mit neuem Balkenwerk stabilisiert. Wie bereits berichtet, sieht die neue Konzeption, die vom Denkmalamt ausdrücklich gutgeheißen wurde, eine sich selbst tragende Stahlkonstruktion vor. Dadurch muss lediglich ein Fundament aus Beton eingebracht werden, auf dem das Stahlgerüst steht.

Tag des Offenen Denkmals

Wie Architekt Florian Rauch bei der einstündigen Hausbegehung versicherte, will man zum Tag des Offenen Denkmals, der am 13. September 2020 stattfindet, das instandgesetzte Zechenwihler Hotzenhaus der Öffentlichkeit übergeben. Dann soll im Ökonomieteil eine kulturelle Begegnungsstätte für bis zu 200 Personen zur Verfügung stehen.

Nach der Baumpflanzaktion wurden die 20 Kinder vom Förderverein Zechenwihler Hotzenhaus mit Getränken und Kuchen versorgt. Im Vordergrund Ortsvorsteherin Edith Becker.
Nach der Baumpflanzaktion wurden die 20 Kinder vom Förderverein Zechenwihler Hotzenhaus mit Getränken und Kuchen versorgt. Im Vordergrund Ortsvorsteherin Edith Becker. | Bild: Reinhard Herbrig

Dazu wird eine reversible Toilettenanlage, sowie eine einfache aus Edelstahl bestehende Küchenzeile eingebaut werden. Je nach den noch zu erwartenden Spenden, können diese Einbauten später dem historischen Charakter des Hotzenhauses angepasst werden. Während der Ausbau des Anbaues zur öffentlichen Nutzung stattfindet, wird der Wohnbereich zum größten Teil in der jetzigen Form erhalten bleiben. Die Dachziegel werden im Zuge der Zimmermannsarbeiten komplett gereinigt und defekte Ziegel durch bereits von einem älteren Gebäude, das abgebrochen wurde, sicher gestellte Ziegel, ersetzt. Außerdem muss die gesamte Elektrik durch neue Kabel, Schalter und Dosen, die alle in schwarz gehalten sein werden, ersetzt werden. Ebenso sind Brandschutzmaßnahmen vorgesehen.

Am Dienstagnachmittag pflanzten 20 Kinder der Grundschulen von Murg und Niederhof unter der Aufsicht von Rektorin Stephanie Hikisch und Ortsvorsteherin Edith Becker zehn alte Obstbaumsorten auf dem Grundstück des Hotzenhauses.
Am Dienstagnachmittag pflanzten 20 Kinder der Grundschulen von Murg und Niederhof unter der Aufsicht von Rektorin Stephanie Hikisch und Ortsvorsteherin Edith Becker zehn alte Obstbaumsorten auf dem Grundstück des Hotzenhauses. | Bild: Reinhard Herbrig

Obwohl die Vorarbeiten bereits im Jahre 2013 begannen, ist Architekt Florian Rauch zuversichtlich, den Termin einhalten zu können. An der Außenfassade werden dann auch gravierende Veränderungen zu sehen sein. Sie wurden bisher nicht vorgenommen, da sie durch Erschütterungen, die beim Innenausbau entstehen, wieder beschädigt worden wären.

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Wie Nicoletta Degginger von der Denkmalbehörde versicherte, handelt es sich beim Zechenwihler Hotzenhaus um eines der selten in Ursubstanz erhaltenen Hotzenhäuser in Baden Württemberg. Deshalb gewähre die Behörde auch einen großen Zuschuss. Noch am Tag der Begehung informierte die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller in einer Pressemitteilung, dass sich die baden-württembergische Landesregierung bei der dritten Tranche der Denkmalförderung 2019 mit 45.160 Euro an der statischen Sicherung des Hotzenhauses beteilige.