Gegen ein Grillrestaurant mit 130 Sitzplätzen sprach sich am Montag der Bauausschuss Laufenburg aus. Der Gastrobetrieb sollte im Obergeschoss eines Lebensmittelmarkts an der Haupt-/Andelsbachstraße eingerichtet werden. Grundsätzlich erlaubt der Bebauungsplan hier eine gastronomische Nutzung. Stadtverwaltung und Ausschuss vermissen aber die notwendigen Stellplätze und haben Sicherheitsbedenken.

Im Mai 2018 hatte im ehemaligen Kaufhaus May ein Supermarkt geöffnet. Als Anfang dieses Jahres ein Fleischfabrikant aus dem Elsass das Einzelhandelsgeschäft übernahm, kündigte er an, im Obergeschoss ein Restaurant eröffnen zu wollen. Den entsprechenden Antrag wies der Ausschuss nun ebenso zurück wie den Anbau eines Balkons und eines Wintergartens auf der Rheinseite des Gebäudes.

Bereits jetzt sei die Verkehrssituation vor dem Supermarkt wegen fehlender Stellplätze höchst unbefriedigend, erklärte Bürgermeister Ulrich Krieger: „Es kommt vor, dass die Hauptstraße komplett zugeparkt ist.“ Dies stelle ein Sicherheitsrisiko dar und schaffe darüber hinaus auch Probleme für die Besucher der benachbarten Arztpraxis und Apotheke. Die Stadtverwaltung sei bereits ortspolizeilich tätig und erstelle eine Bilddokumentation des Zustands. Ergänzend wies Stadtrat Jürgen Weber (Grüne) darauf hin, dass an dem Kaufhaus auch der Hochrheinradweg vorbeiführe, dessen vor allem im Sommer zahlreiche Nutzer durch den unübersichtlichen Liefer- und Kundenverkehr gefährdet würden.

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Für ein Restaurant der genannten Größe zwischen 18 und 23 Stellplätze nötig, führte der Bürgermeister aus. Zwar habe 1976 der Betreiber des damaligen Kaufhauses 23 Stellplätze für das Gebäude bei der Stadt abgelöst, doch seien davon mittlerweile acht der Arztpraxis, einer einer Wohnung und zwölf dem Supermarkt in dem Gebäude zugeordnet. „Damit sind 21 Stellplätze verbraucht“, schloss Krieger.

Laut Bürgermeister ist in dem Nutzungsänderungsantrag für das Restaurant eine Betriebszeit von 9 bis 1 Uhr angegeben. Krieger erwartet deshalb auch Probleme mit den Nachbarn. Diese hätten bereits erklärt, einer Baulast nicht zustimmen zu wollen. Eine Baulast hält die Stadtverwaltung zur Errichtung des mehrgeschossigen Anbaus auf der Rheinseite aber ebenso für nötig wie die Einrichtung einer Fluchtgasse für die eingeplante Rettungstreppe.