Das Theater Wiwa verwandelt die Kultschüür ab dem 9. November in einen Verhandlungssaal. Unter der Regie von Mario Geng und Anja Grimbichler führt es den Psychothriller „Vier scharfe Richterinnen“ auf. Das Stück mit dem Originaltitel „Time to kill“ stammt vom britischen Dramaturgen Leslie Darbon.

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Die ersten deutschsprachigen Aufführungen fanden 1979 in Hamburg und Wien statt. 40 Jahre danach wird es in Laufenburg gespielt – als 30. Produktion des Theater Wiwa. Anja Grimbichler hat es vor langem schon einmal gesehen und war von der Handlung fasziniert, erklärte sie beim Pressegespräch. Zu einer Aufführung in der Kultschüür ist es bis jetzt jedoch nicht gekommen. „Doch diesmal hat die Konstellation gepasst“, so Grimbichler, die schon mehrfach Regie geführt hat, unter anderem bei „Timm Thaler“ oder „Jakes Frauen“. Jetzt teilt sie sich die Regie mit Mario Geng, der selber auf der Bühne agiert.

Hohe Anforderungen

„Das Stück stellt hohe Anforderungen an die Spieler“, so Grimbichler. Und: „Es ist ein textlastiges Stück, das starke Spieler braucht.“ Diese hat sie im Fricktal sowie im süddeutschen Raum gefunden. Was wiederum dazu führt, dass je nach Herkunft der Darsteller Schweizerdeutsch, Hochdeutsch und Badisch gesprochen wird – ein Sprachmix, auf den das Theater WIWA schon bei der letzten Aufführung gesetzt hat. Katharina Theurer, Brigitte Vogel – sie sind in einer Doppelrolle zu sehen – Mario Geng, Roland Dinkel und Christel Imhof gehören schon fast zum Inventar des Theaters.

Hauch von krimineller Energie

Zum ersten Mal in Laufenburg dabei sind Kathrin Müller-Lorch und Barbara Blatter, beide aus dem Landkreis Waldshut, beide mit Theatererfahrung vom Ali-Theater Tiengen. Mit der neuen Produktion begibt sich das Theater Wiwa zwar nicht auf Verbrecherjagd wie zuletzt in „Plötzlich und unerwartet“ oder 2017 mit „Acht Frauen“. Aber einen Hauch von krimineller Energie versprüht das Stück schon. Die Handlung in Kürze: Ein Dandy wird mit den Waffen einer Frau in eine Falle gelockt.

Es geht um Macht und Eifersucht

Sein Motto „Versuchungen sollte man nachgeben“ wird ihm zum Verhängnis: Plötzlich findet er sich in Handschellen an einen Stuhl gefangen und wird von vier Richterinnen auseinandergenommen. Vordergründig wird er für den Tod einer Frau verantwortlich gemacht, wenngleich nicht sicher ist, ob sie durch Fremdeinwirkung oder Suizid verschieden ist. Hintergründig geht es um ganz anderes, nämlich um Macht, Vergeltung und Eifersucht.

Theatergänger aufgepasst

  • Die Aufführungen: „Vier scharfe Richterinnen“ wird ab Samstag, 9. November (Premiere, 20 Uhr) aufgeführt. Danach am Mittwoch, 13., Samstag, 16., Samstag, 23., Mittwoch, 27. November, Freitag, 6., und Samstag, 7. Dezember, jeweils ab 20 Uhr. Derniere am Sonntag, 8. Dezember, 17 Uhr.
  • Reservierungen: Tel. 062 874 30 12. Email: theaterreservation@kultschuer.ch.
  • Theater: Mario Geng und Anja Grimbichler (Regie). Schauspiel: Barbara Blatter, Roland Dinkel, Mario Geng, Christel Imhof, Katrin Müller-Lorch, Katharina Theurer und Brigitte Vogel. Beleuchtung, Technik: Martin Willi. Bühnenbild, Bühnenbau: Steffen Ehrhardt und Fabian Willi. Maske: Doris Krebs. Das Theater Wiwa Laufenburg besteht seit 2003 und ist als Ensemble in den Verein Kultschüür Laufenburg integriert.