Bereits seit der Öffnung von Kindergärten und Schulen werden in Küssaberg die Erzieher und Lehrer zweimal pro Woche per Schnelltest auf das Corona-Virus getestet. Unterstützt werden die Institutionen dabei von den ortsansässigen Hausarztpraxen Eschbach, Hamdani und Matcau. „Das System hat uns schon geholfen“, resümiert Bürgermeister Manfred Weber und ist dankbar, dass nun weitere Schritte in Küssaberg gegangen werden können.

Nach dem Abstrich folgen weitere Informationen von Marlen Weißenberger. 15 Minuten muss nun auf das Ergebnis gewartet werden.
Nach dem Abstrich folgen weitere Informationen von Marlen Weißenberger. 15 Minuten muss nun auf das Ergebnis gewartet werden. | Bild: Tina Prause

Nach einer gemeinsamen Sitzung mit den Hausärzten, Walter Probst (Bereitschaftsleiter der Ortsgruppe Küssaberg des Deutschen Roten Kreuzes) und Apothekerin Petra Laule von der Rheintal Apotheke in Kadelburg wurde das Angebot erweitert. Ab sofort können sich Bürger einmal pro Woche gratis in den Hausarztpraxen sowie in der Rheintal-Apotheke per Schnelltest auf das Virus testen lassen.

Mein erster Corona-Test

Tatsächlich gehöre ich wohl zu einer mittlerweile als Minderheit geltenden Gruppe von Personen, die noch nie auf Corona getestet wurden. Es scheint aber, dass neben den Alltagsmasken auch das Testen in der kommenden Zeit eine wesentliche Rolle spielen wird. Also nutze ich das Angebot und vereinbare bei der Rheintal-Apotheke einen Termin. Petra Laule erklärt mir zunächst am Telefon, die verschiedenen Arten für einen Testabstrich. Neben der tiefnasalen Testung, die sie verwendet, kann je nach Testart auch ein Abstrich im Mund-Rachen-Raum entnommen werden. Weiter gibt es mittlerweile Tests, die im vorderen Bereich der Nase einen Abstrich zulassen. Bei dem Test der Rheintal-Apotheke ist von einer Sicherheit bis zu 98 Prozent auszugehen.

Der Ablauf

Die langjährige Mitarbeiterin Marlen Weißenberger führt bei mir den Test aus. Zunächst bekomme ich den Ablauf kurz erklärt, bevor das Stäbchen zum Einsatz kommt. Ich überlege, was ich persönlich als unangenehmer empfinde. Den Abstrich, eine Spritze, Blut abnehmen oder einen Zahnarzt-Besuch. Final landet der Corona-Test gefühlt auf jeden Fall vor dem Zahnarzt-Besuch. Er ist nicht angenehm, aber auszuhalten.

Marlen Weißenberger nimmt bei Tina Prause den sogenannten tiefnasalen Abstrich.
Marlen Weißenberger nimmt bei Tina Prause den sogenannten tiefnasalen Abstrich. | Bild: Tina Prause

Und es folgt gleich die nächste Überlegung. Was ist, wenn das Ergebnis positiv ist? Für diesen Gedankengang habe ich 15 Minuten Zeit, denn so lange muss ich auf das Ergebnis warten. In dieser Zeit informiert mich Petra Laule, dass sich positiv getestete Personen sofort in die Quarantäne zu begeben haben und mit ihrem Hausarzt Kontakt aufnehmen müssen. Das Ergebnis muss mit einem PCR-Test bestätigt werden. Auch der Betrieb des Testcenters der Apotheke ist dann kurz stillgelegt, denn es muss alles desinfiziert sowie die Schutzkleidung gewechselt werden.

Glück gehabt

Final war mein Test negativ und diese Information hat, obwohl ich mir vorher keine Gedanken gemacht habe, ein großes Glücksgefühl ausgelöst. Ich werde das Angebot ab jetzt regelmäßig nutzen. Auch, weil ich mir wünsche, damit einen Schritt in Richtung Normalität gehen zu können. Und es ist tatsächlich ein minimaler Aufwand.