Mit einer neuen Geschäftsführerin und einigen Änderungen im Vorstand des Trägervereins ist das Frauen- und Kinderschutzhaus Kreis Waldshut für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder da. Ann-Dorothée Zühlke leitet seit April dieses Jahr die Geschäfte. Sie löst Marlies Sonntag ab, die aus persönlichen Gründen wegziehen wird.

Vanessa Munk ist neue, stellvertretende Vorsitzende und Sara Ambühl und Heidemarie May-Bomans sind neue Beisitzerinnen. Alle anderen des siebenköpfigen Teams wurden wiedergewählt, teilweise auf neuen Posten. 21 Stimmberechtigte hatten bei den Wahlen im Rahmen der Mitgliederversammlung im Lauchringer „Küssaburgblick“ ihre Stimme abgegeben.

Viele Fördergelder und Spenden

Positives, aber auch kontrovers diskutierte Themen kamen in der Sitzung zur Sprache. Überaus erfreut zeigte sich die wiedergewählte Vorsitzende Ann-Katrin Schreiner über die gute finanzielle Ausstattung des Trägervereins im Zuge staatlicher Fördergelder und großzügiger Spenden der Bevölkerung. „Dies zeigt, dass anerkannt wird, was wir tun“, sagte sie.

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Positiv bewertet wurden auch verschiedene Projekte, die 2021 umgesetzt wurden und weitergeführt werden. Wie etwa zusätzlich zur Beratungsstelle Courage in Unterlauchringen, zwei weitere Beratungsaußenstellen. Eine in Bad Säckingen in Räumen der Caritas und als Online-Angebot, eine im Rathaus Bonndorf.

Kontrovers wurde die Frage diskutiert, in welchem Rahmen und Umfang zukünftig mit den oftmals traumatisierten Kindern der Frauen, die sich im Frauen- und Kinderschutzhaus aufhalten, gearbeitet werden soll. Für eine ausgebaute Arbeit nach einem fundierten pädagogischen Konzept sieht der Vorstand mit Blick auf Ressourcen derzeit keinen Spielraum.

Erzieherinnen zu Besuch

Als pragmatisches Minimalangebot werden demnächst im Rahmen einer Kooperation mit einem Kindergarten, zwei Erzieherinnen für wöchentlich zwei, drei Stunden ins Frauen- und Kinderschutzhaus des Kreises Waldshut kommen, um dort mit den Kindern zu arbeiten. Zu dem Thema ist eine außerordentliche Mitgliederversammlung anberaumt. Abgelehnt wurde zum jetzigen Zeitpunkt vom Vorstand eine von Mitgliedern angeregte Erhöhung der Zahl der Plätze des Frauen- und Kinderschutzhauses. Es bleibt vorerst bei sechs Plätzen.

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