Eigentlich wollte der Blasmusikverband Hochrhein (BVH) im Jahr 2020 sein großes Jubiläum zu seinem 100-jährigen Bestehen feiern. Doch dann kam Corona und machte das große Festprogramm, das über das ganze Jahr verteilt besondere Höhepunkte bieten sollte, unmöglich. Nun aber melden sich die Musiker unter dem Label „BVH100+“ zurück. Unter dem Motto „Weltklasse am Hochrhein“, wollen sie ein Zeichen setzen, wie der Vizepräsident Ralf Eckert betont.

Der Start der Konzertreihe ist der Auftritt des Landesblasorchesters Baden-Württemberg mit dem Dirigenten Björn Bus am 23. April in Waldshut.

Das Landesblasorchester

Seit 1978 prägt das Landesblasorchester (LBO) die Blasmusikszene Europas. Das LBO wurde vom Blasmusikverband Baden-Württemberg gegründet, um sinfonische Blasmusik weiterzuentwickeln, um neue Wege zu gehen, Werke in originaler Besetzung spielen zu können und gleichzeitig Vorbild und Klangreferenz für die Musikvereine im ganzen Land zu sein. Zahlreiche internationale Preise und anerkannte CD-Produktionen dokumentieren die Qualität des Auswahlorchesters.

Das Landesblasorchester Baden-Württemberg tritt am Samstag, 23. April, in der Stadthalle in Waldshut auf.
Das Landesblasorchester Baden-Württemberg tritt am Samstag, 23. April, in der Stadthalle in Waldshut auf. | Bild: Landesblasorchester, Elena Deeg

Die 85 Musikerinnen und Musiker kommen aus ganz Baden-Württemberg. Sie erarbeiten an vier Wochenenden pro Jahr anspruchsvolle Konzertprogramme. Das Repertoire umfasst Originalkompositionen und Bearbeitungen klassischer Werke. Uraufführungen und kammermusikalische Besetzungen sind ebenfalls Bestandteil des jährlichen Programms.

Durch sein hohes musikalisches Niveau hat sich das Orchester in den vergangenen Jahren zu einer der gefragtesten Adressen für hoch qualifizierte und engagierte Musiker entwickelt.

Der Dirigent

Björn Bus wurde 1980 im niederländischen Brunssum geboren. Dort, im Süden der Niederlande, liegen auch seine musikalischen Wurzeln. Bei der Harmonie Orkest Concordia Treebeek fing er als Schlagzeuger an. Später wechselte er zur Posaune.

Das Dirigieren erlernte Björn Bus bei Alex Schillings. 2004 absolvierte er den Abschluss an der Musikhochschule von Groningen. Er legte das Bachelorstudium summa cum laude ab. Im gleichen Jahr schloss er an der Musikhochschule Maastricht seine Ausbildung zum Posaunisten bei Harrie Ries ab. 2005 und 2006 studierte er an der Musikhochschule Aachen bei Wim Becu Barockposaune. Seinen Masterabschluss im Fach Dirigieren schloss er 2011 am Conservatorium Maastricht ebenfalls mit summa cum laude ab. Sein Lehrer war der international bekannte Dirigent Jan Cober.

Bei zahlreichen Meisterkursen und Wettbewerben konnte Björn Bus sein Talent unter Beweis stellen und Preise erringen. Er besuchte weitere Meisterkurse im Fach Dirigieren und arbeitete mit bekannten Persönlichkeiten zusammen.

2005 erreichte er einen zweiten Platz beim Dirigierwettbewerb der European Brass Band Association in Groningen. Beim World Music Contest 2009 in Kerkrade erwarb er den bronzenen Taktstock.

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Das Konzert als Zeichen für Livemusik

Mit dem Konzert am Samstag 23. April, in der Stadthalle in Waldshut will der Blasmusikverband Hochrhein ein zuversichtliches Zeichen für Veranstaltungen und Livemusik setzen. Die Veranstaltung wird unter den dann gültigen Corona-Regeln durchgeführt.

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