In einem Alten- und Pflegeheim in Herrischried haben sich vier Bewohner mit Covid-19 infiziert. Einer der Bewohner ist in dieser Woche leider verstorben, wie das Landratsamt informiert. Verstorben sei der Bewohner im Alten- und Pflegeheim und der Corona-Abstrich sei ihrem Kenntnisstand nach noch zu Lebzeiten erfolgt, so Susanna Heim, Sprecherin des Landratsamts, auf Nachfrage. Sie gehe davon aus, dass sich der Bewohner in ärztlicher Behandlung befunden habe und der Test wohl angeordnet gewesen sei. In einem Alten- und Pflegeheim in Murg wurde am Freitag ebenfalls eine Person positiv auf das Coronavirus getestet.

Die Heimleitung ist dabei, die Angehörigen direkt zu informieren und hat die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, wie das Landratsamt mitteilt. Das Gesundheitsamt und die Heimaufsicht stünden wiederum mit den Pflegeheimen in engem Kontakt.

Ausbreitung verhindern

Oberstes Ziel ist es nun, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Gemeinsam mit den Pflegeheimen werden darum vom Landratsamt weitere Maßnahmen ergriffen: So wurde ein sogenanntes Audit-Team gebildet. Es besteht aus der Heimaufsicht und einer Hygienefachfrau des Klinikums Hochrhein. Auch die zuständigen Hausärzte werden konsultiert. Je nach Wunsch der Heime unterstütze das Audit-Team die Umsetzung der Maßnahmen vor Ort.

Schutzmaßnahmen

Die Frage, ob nun alle Bewohner der beiden Heime und das Pflegepersonal vorsichtshalber auf Covid-19 getestet werden würden, antwortet Sprecherin Susanna Heim, dass dies nicht der Fall ist: „Es werden nur Personen getestet, die Symptome aufzeigen.“

Besonders wichtig seien nun die Schutzmaßnahmen in den Heimen. Zu den vorrangigsten Maßnahmen gehören demnach beispielsweise die Isolation der betroffenen Bewohner, der gruppenspezifische Einsatz des Personals, die Einnahme der Mahlzeiten in den Zimmern und das Tragen von Mund-Nasen-Schutz. Die Heime würden auch vom Landkreis mit Schutzmaterial ausgestattet werden.

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