Die Runderneuerung des erst 34 Jahre alten Landratsamtes über dem Ochsenbuckel bleibt laut Landrat Martin Kistler ein „großer Schwerpunkt“ der Gebäudesanierungen, für die der Landkreis jedes Jahr Millionen Euro ausgibt. Fast abgeschlossen ist die Innensanierung des Kreistagsbereichs, dessen großer Sitzungssaal häufig für Veranstaltungen genutzt wird. Die Kantine im Erdgeschoss folgt 2019.

Vor allem wegen der kostspieligen Erneuerung der Gebäudehülle wurden die Kosten für die Außenrenovierung des Amtsgebäudes schon vor sechs Jahren auf 5,3 Millionen Euro geschätzt. Für eine normale Sanierung der Fassaden müssten die stark geschädigten Betonelemente abmontiert und durch neue ersetzt werden. Das wäre laut Verwaltung teuer und zeitaufwendig, letztlich völlig unwirtschaftlich.

Eine Neugestaltung der Fassade wäre die wirtschaftlichere und nachhaltigere Lösung, heißt es in einer Sitzungsunterlage für die Haushalts-Vorberatungen 2019. Der mit der Sanierung beauftragte Architekt Gerold Müller kam zum Vorschlag, die Betontröge und -konsolen durch eine witterungsbeständige und statisch verbesserte Stahlfassade zu ersetzen.

Da sind die Problemzonen des Landratsamtes von 1984: Die Betontröge und Konsolen unter den Fenstern halten der Witterung nicht mehr lange Stand.
Da sind die Problemzonen des Landratsamtes von 1984: Die Betontröge und Konsolen unter den Fenstern halten der Witterung nicht mehr lange Stand. | Bild: Heinz J. Huber

Eine angekündigte Musterfassade kam „wegen mangelnder Kapazitäten des beauftragten Unternehmens und des Architekten“ bisher nicht zustande, informierte der Landrat bei der Vorberatung des Haushalts für das Jahr 2019. Das Fassadenmuster soll nun im kommenden Jahr vorgestellt und darüber entschieden werden. Der Planer soll auch die geschätzten Kosten der Sanierung fortschreiben.

Sanierung dauert wohl noch mehrere Jahre

Zu Buch schlägt ferner der Aufwand für die 2019 fortzuführende Flachdachsanierung des Verwaltungsgebäudes. Die Erneuerung des Waldshuter Landratsamtes läuft seit sechs Jahren und wird sich noch über Jahre hinziehen. Was vom Gebäudeunterhaltungsprogramm beim Landkreis tatsächlich umgesetzt wird, hängt von der Finanzierbarkeit ab.

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Bei der momentanen Auftragslage aber wohl auch von den Kapazitäten der Firmen. Liegenschaftsverwalter Markus Siebold, von Kreisrat Christian Mauch (CDU) befragt, rechnet damit, dass er von den in diesem Jahr bereitgestellten Mitteln mehr als eine Million Euro ins nächste Haushaltsjahr übertragen muss.