Zu den beiden Mitgliederversammlungen des Albsteigfonds und des Schluchtensteigfonds trafen sich die Bürgermeister der Projektgemeinden, Touristiker und Projektpartner. Die erste Wandersaison am Albsteig Schwarzwald und das Jubiläumsjahr (zehn Jahre Schluchtensteig) seien gelungen, berichteten die Tourismusexperten des Landkreises, Klaus Nieke und Katharina Maier. Außerdem stellten sie neue Projekte vor, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes.

Die Mitglieder des Albsteig- und Schluchtensteigsfonds trafen sich zur Jahrestagung im Landratsamt. Darunter waren auch die Bürgermeister Thomas Kaiser (Häusern), Helmut Kaiser (Dachsberg und Ibach), Adrian Probst (St. Blasien), Joachim Burger (Stühlingen), Petra Kaiser (Touristinfo Bonndorf), Uwe Mauch (Wutach), Alexander Schönemann (Bernau) und Andreas Graf (Lenzkirch) sowie Klaus Nieke (rechts) und Katharina Maier (Sechste von rechts).
Die Mitglieder des Albsteig- und Schluchtensteigsfonds trafen sich zur Jahrestagung im Landratsamt. Darunter waren auch die Bürgermeister Thomas Kaiser (Häusern), Helmut Kaiser (Dachsberg und Ibach), Adrian Probst (St. Blasien), Joachim Burger (Stühlingen), Petra Kaiser (Touristinfo Bonndorf), Uwe Mauch (Wutach), Alexander Schönemann (Bernau) und Andreas Graf (Lenzkirch) sowie Klaus Nieke (rechts) und Katharina Maier (Sechste von rechts). | Bild: Landratsamt Waldshut

Durch verschiedene Marketingaktivitäten habe man den Bekanntheitsgrad der beiden Fernwanderwege Schluchtensteig und Albsteig Schwarzwald, die sich in St. Blasien zum „Wanderkreuz des Südens“ verbinden, stark steigern können. Beide Steige wurden 2018 vom Wandermagazin gleichzeitig beim Wettbewerb „Deutschlands schönste Wanderwege“ nominiert. Im vergangenen Jahr seien auch wieder verschiedene Journalisten und Blogger auf beiden Wegen unterwegs gewesen – Berichte gab es in bekannten Outdoormagazinen und auf unterschiedlichsten Blogseiten.

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Für den zehnten Geburtstag des Schluchtensteigs hatte die Projektstelle Wandern beim Landratsamt zusätzlich zur großen Festveranstaltung in St. Blasien einen eigenen Fotowettbewerb organisiert. Für den Wettbewerb wurden mehr als 250 Fotos eingereicht.

Schwarzwaldvereine pflegen Wanderwege

Klaus Nieke betonte die außerordentlich gute Zusammenarbeit mit dem Schwarzwaldverein. Die Mitglieder und Wegewarte der Schwarzwaldvereins-Ortsgruppen entlang der beiden Fernwanderwege würden sich intensiv bei der Überprüfung der beiden Steige und der Instandhaltung der Beschilderung engagieren. Der Schwarzwaldverein sei als zuverlässiger Partner sehr geschätzt. Beide Wegefonds befürworteten den Antrag der Projektstelle, eine Mitgliedschaft beim Schwarzwaldverein für jeden der beiden Steige einzugehen.

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Den Albsteig- und Schluchtensteiggemeinden wurde das neue Projekt „Annis Schwarzwald Geheimnis“ vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Art „Escape Room“ für Kinder im Freien, vergleichbar mit einer Schnitzeljagd, bei der Familien während einer Wanderung verschiedene Rätsel lösen müssen, um ans Ziel zu kommen, erläuterten Nicke und Maier. Interessierte Gemeinden können sich bewerben, um eine solche Schnitzeljagd für ihre Gemeinde zu entwickeln. Dies wäre ein zusätzlicher Anreiz für Familien, einen Teil eines Fernwanderwegs mit Kindern spielerisch zu erleben.

Fünfte Re-Zertifizierung steht an

Für den Schluchtensteig steht in diesem Jahr bereits die fünfte Re-Zertifizierung als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ an. Und im Spätsommer wird der Arbeitskreis Wandern der Schwarzwaldwald Tourismus GmbH seine Jahrestagung am Wanderkreuz des Südens abhalten, die von der Projektstelle organisiert und inhaltlich gestaltet wird.

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Dass der Wandertourismus nach wie vor ein wichtiger Wirtschaftsfaktor gerade für die Region zwischen Feldberg und Hochrhein ist, machte Jörg Maier vom Reiseveranstalter Original Schwarzwald deutlich. Nach seiner Schätzung wurden auf der Basis der gebuchten Pauschalen allein durch den Schluchtensteig, hochgerechnet auf alle Übernachtungen und Ausgaben, mehr als 4,5 Millionen Euro an Wertschöpfung für die Region generiert, hieß es in der Versammlung. Zukünftig werden durch neue Zielgruppen weitere Märkte für die beiden Steige erschlossen werden, ist Maier überzeugt.

Wichtig sei, dass die Beherbergungsbetriebe sich den Anforderungen der Wanderer anpassen und Qualitätsstandards einhalten. In diesem Zusammenhang warben Nieke und Maier für die neue Initiative des Deutschen Wanderverbands, nach der sich Gasthöfe und Hotels jetzt einfacher als Gastgeber Wanderbares Deutschland zertifizieren können, und damit ihrer Meinung nach ihre die Auslastung verbessern können.

Trekkingcamps

Das Projekt Trekkingcamps Schwarzwald geht für die Projektstelle jetzt in die entscheidende Phase. Mit drei Trekkingcamps wird der Landkreis Waldshut mit den Pilotgemeinden St. Blasien und Dachsberg noch dieses Jahr an den beiden Fernwanderwegen ein Angebot für junge Wanderer schaffen. In den Folgejahren soll das Netz um weitere Trekkingcamps erweitert werden. Hierfür wird eine Online-Buchungsplattform erstellt, bei der alle Trekkingcamps im gesamten Schwarzwald gebucht werden können.