Pflanzen, die hier eigentlich nicht heimisch sind, breiten sich zusehends aus. Eine gefährlich Sorte dieser Art ist die Ambrosia. In Bad Säckingen wurde diese gesundheitsschädliche Pflanze zum ersten Mal im Jahr 2008 entdeckt, teilte Bad Säckingens Umweltreferent Ralf Däubler mit. Seither erfolgt eine systematische Kontrolle der Standorte und die Bekämpfung der Pflanze. Weitere Einwanderer, die ebenfalls teils gefährlich sind, sind der Riesen-Bärenklau, das Jakobs-Greiskraut (Jakobskreuzkraut), das Indische Springkraut, der Japan-Knöterich und der Feinstrahl.

Aktuell im Juli beginnt die hochallergene Beifuß-Ambrosie wieder zu blühen, betont Däubler. Die Blütenansätze sind vereinzelt bereits gut zu erkennen. Es lohnt sich also bereits jetzt auf die Suche zu gehen. Die lange Blütezeit der Beifuß-Ambrosie von Juli bis Ende Oktober verlängert hierzulande das Leid vieler Allergiker. Schon geringe Mengen können bei Allergikern Reaktionen wie Heuschnupfen, Bindehautreizungen und Asthma auslösen. In warmen Wintern und Regionen verbreitet sie sogar bis in den späten November ihre Pollen.

„Die Bevölkerung ist der wichtigste Verbündete beim Kampf gegen die Beifuß-Ambrosie“, so Eva Bell, Präsidentin der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW). „Nur durch Mithilfe von engagierten Bürgerinnen und Bürgern können wir Bestände der Ambrosia möglichst flächendeckend erfassen. Deswegen bitten wir wieder um rege Beteiligung bei der diesjährigen Meldeaktion.“

Die Meldestelle für Baden-Württemberg ist bei der LUBW angesiedelt. Die LUBW erhebt die Bestände, um das aktuelle Verbreitungsgebiet zu bestimmen und gibt diese Informationen an die unteren Verwaltungsbehörden in Kommunen und Landkreisen. Gemeinden und Landkreise sind dann für die gezielte Bekämpfung zuständig.

Durch den globalen Warenverkehr und begünstigt durch den Klimawandel mit einer verlängerten Vegetationsperiode breitet sich Ambrosia aus. In Regionen von Süd- und Südost-Europa ist sie bereits weit verbreitet. Am häufigsten ist die aus Nordamerika stammende Ambrosia auf Ruderalflächen und Agrarflächen sowie an Straßen und Grünflächen vertreten. Entlang von Straßen breiten sich die Ambrosia-Samen besonders gut aus, da sie durch die Luftwirbel der Kraftfahrzeuge leicht verfrachtet werden. Deshalb ist es hier besonders wichtig, die erste Mahd noch vor der Blüte vorzunehmen.

Auch Gartenbesitzer können die allergene Pflanze in ihrem Garten antreffen. Ambrosiasamen können als Verunreinigungen in Vogelfutter enthalten sein und rund um die Futterstelle auskeimen.