Der Antrag zur Umwandlung der Klettgauer Gemeinschaftsschule (GMS) in eine Realschule liegt dem Staatlichen Schulamt vor, ebenso die geänderten Architektenpläne, die auf den Bedarf einer Sekundarschule mit zeitgemäßen Standards zugeschnitten sind. Derzeit konzentrieren sich das Ortsbauamt und das beauftragte Architekturbüro auf die Sanierung des alten Schulgebäudes. Dort werden im Obergeschoss zwei Klassenräume saniert und neu möbliert, im Erdgeschoss die sanitären Anlagen erneuert, sowie der Eingangsbereich neu, das heißt heller und freundlicher, gestaltet. Dabei ist das große Ziel der Tag der offenen Tür am 16. Februar, wenn sich die Schule der Öffentlichkeit präsentiert.

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Stefan Zölle vom Bauamt erklärte dazu: „Die Planungen laufen auf Hochtouren, wir sind dabei, die Ausschreibungen fertigzustellen, aber den Termin zu halten, das steht und fällt mit der Frage, ob wir Handwerksbetriebe finden.“ In den Weihnachtsferien sollen die mit Staub und Lärm verbundenen Arbeiten erledigt werden.

Vertrauen wiedergewinnen

Die Zeit drängt, denn es gilt für die Gemeinde, das Vertrauen der Bevölkerung, insbesondere der Eltern von Schulkindern, wiederzugewinnen. Zu lange wurden die versprochene Sanierung des Altbestands sowie die Erweiterung der Klettgauer Schule auf die lange Bank geschoben. Dazu erklärte Bürgermeister Ozan Topcuogullari: „Mit den geplanten Baumaßnahmen im Bestandsgebäude setzen wir ein Zeichen dafür, dass wir handeln und beste Voraussetzungen für die Schülerinnen und Schüler schaffen.“ Die eigens zur Erweiterung gegründete Arbeitsgruppe „Neubau“, bestehend aus sechs Gemeinderäten und dem Bürgermeister, wird abschließend noch einmal über die Pläne beraten. Der Termin für den Spatenstich des Erweiterungsbaus hängt auch von den beteiligten Behörden und Ämtern ab, die Baugenehmigung vom Landratsamt, die Förderbescheide vom Regierungspräsidium Freiburg.

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Die Baukosten betragen 4,6 Millionen Euro. Darin ist die Ausstattung der Fachräume, wie für die Fächer Physik und Chemie, allerdings noch nicht inbegriffen. Sechs neue Klassenräume nach aktuellem Standard befinden sich dann im Obergeschoss, die Fachräume, das Rektorat und Lehrerzimmer werden im Erdgeschoss untergebracht. „Wir werden nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus neueste Fachräume mit modernster Technik haben. Wir erreichen damit optimale Lernbedingungen“, sagte der Bürgermeister.

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Zusätzlich mit den beiden Klassenräumen im Altbestand, wird es also acht Klassenzimmer, nebst den Fachräumen, für die Realschule geben. Parallel dazu bleibt das bisherige Lernatelier der GMS bestehen, bis der letzte Jahrgang der Gemeinschaftsschüler die Schule verlassen hat.

Schülerzahlen haben sich beinahe halbiert

Derzeit besuchen 116 Schüler die Klettgauer GMS, im Jahr 2013 waren es noch 212 Schüler, folglich hat sich die Zahl der Schüler innerhalb von fünf Jahren nahezu halbiert. Der Antrag zur Umwandlung in eine Realschule steht und fällt mit den Anmeldezahlen (40 Schüler) für das Schuljahr 2019/2020. Nur bei einer gesicherten Zweizügigkeit gibt es die Bewilligung des Kultusministeriums für die Klettgauer Sekundarstufe. Bürgermeister Ozan Topcuogullari ist zuversichtlich, dass diese Zahlen zustande kommen. Er sieht die nun in Angriff genommene Sanierung als wichtiges Signal der Gemeinde für den weiterführenden Schulstandort in Klettgau.