Die erste Runde der Bürgerbeteiligung zur Ausgestaltung der neuen Realschule in Klettgau war ein voller Erfolg, denn zahlreiche Klettgauer nutzten die Gelegenheit, ihre Wünsche und Ideen zur Umwandlung der Gemeinschaftsschule zu einer Realschule neuen Typs vorzubringen. Die große Beteiligung setzte ein deutliches Signal: Den Klettgauern ist der Erhalt des Schulstandortes wichtig.

Der öffentliche Workshop, von den zwei professionellen, externen Moderatoren, Thomas Uhlendahl (Freiburg) und Christoph Weinmann (Karlsruhe) geleitet, sollte die Ideen und Wünsche, die an die neue Realschule gestellt werden, sammeln, um dann daraus die Essenz für ein bürgernahes zukunftsfähiges Klettgauer Schulkonzept zu ziehen.

Mindestens 40 Anmeldungen nötig

Viele Mütter und Väter schulpflichtiger Kindern waren anwesend, Lehrkräfte der hiesigen Schulen sowie Vertreter des Gemeinderates und Bürgermeister Ozan Topcuogullari. Vorab stellte Schulrat Helios Scherer noch einmal die Brisanz der derzeitigen Situation eindringlich dar.

Er machte deutlich, dass eine Umwandlung der GMS zu einer Realschule nur mit breiter Unterstützung der Bürger, des Gemeinderates sowie des Bürgermeisters möglich sei. Einmal mehr betonte er: "Sie alle stimmen mit den Füßen ab".

Will heißen, wenn Eltern nicht mindestens 40 Kinder für das Schuljahr 2019/2020 an der Klettgauer Schule anmelden, dann ist nicht nur die geplante Umwandlung passé, sondern auch in wenigen Jahren der weiterführende Schulstandort Klettgau.

Viele AG-Angebote gewünscht

Eine Umfrage der Klassenlehrer der hiesigen Grundschüler über deren Wünsche an die weiterführende Schule brachte in Grießen und Erzingen Gemeinsamkeiten zu Tage: gute, nette Lehrer, mit den Freunden zusammenbleiben, viele AG-Angebote. Außerdem wünschten sie sich schöne Klassenzimmer und gutes Essen.

Sodann hatten die Workshop-Teilnehmer sich mit den Fragen der Moderatoren zu beschäftigen und darüber auszutauschen, so unter den Aspekten: "Was ist wichtig für die zukünftige Schulentwicklung, welche Qualitäten der GMS sollen erhalten bleiben, was bräuchte es wirklich für eine gute Schulentwicklung in Klettgau?"

Konkretisierung der Ideen

In einem zweiten Treffen, das am Dienstag, 23. Oktober, um 18 Uhr in der Aula der GMS stattfinden wird, sollen die Zielvorstellungen und Wünsche konkretisiert und vertieft werden, um das neue Konzept auf eine breite, gesicherte Grundlage zu stellen.