Herr Topcuogullari, was war Ihre erste Reaktion auf die Nachricht von der Einführung einer gymnasialen Oberstufe an der Alemannenschule?

 

Ozan Topcuogullari
Ozan Topcuogullari | Bild: Eva Baumgartner

Ich war auf Seminar und habe mich gefreut, dass die Anstrengungen von Wutöschingen endlich zum Erfolg geführt haben. Auch wir hatten im Gemeinderat darüber beraten und im zweiten Schritt diese Oberstufe befürwortet. Den Bürgermeisterkollegen Eble habe ich sofort zu diesem Erfolg beglückwünscht. Diese Entscheidung des Kultusministeriums bereichert ganz klar den ländlichen Raum, so wie unsere Realschule es auch tun wird.

Sehen Sie nicht die Pläne für eine Realschule in Klettgau gefährdet, wenn Jugendliche künftig an der GMS Wutöschingen sogar das Abitur ablegen können?

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Die beiden Schulformen sind bekanntlich unterschiedliche. Die meisten Anmeldungen aus Klettgau sind auch in der Vergangenheit auf klassische Schulen gewesen. Deswegen wird das Vorhandensein einer gymnasialen Oberstufe der Gemeinschaftsschule unser Projekt nicht gefährden. Gerade weil die Schulformen unterschiedlich sind, sehe ich die Schulen auch nicht als Konkurrenz zueinander an, sondern als Ergänzung des Wohnort nahen Bildungsangebotes.

Zur Realisierung Ihrer Realschule müssen bis zum Frühjahr 2019 mindestens 40 Anmeldungen für die 5. Klasse vorliegen. Wie sieht Ihr Schul-Marketing aus, um dieses Ziel zu erreichen?

Wir binden die Eltern und alle Interessierten in diesen Umwandlungsprozess ein. In der nächsten Woche finden die ersten Beratungen unter der Leitung von externen Moderatoren statt. Wir können viele Wünsche aufnehmen und die Schule so gestalten, wie sie von Eltern und Kindern erwartet wird. In Verbindung mit dem Neubau werden wir die neueste Ausstattung haben. Diese Vorteile werden kommuniziert über das Amtsblatt, Flyer und natürlich am Tag der offenen Tür.

Fragen: Rafael Herrmann