Am 16. April diesen Jahres erfolgte der Spatenstich für den Verkehrskreisel am nordöstlichen Ortseingang von Lottstetten. Bis im November sollte er fertiggestellt werden. Dank der Vollsperrung der Baustelle konnte aber effizienter gearbeitet und mehr Personal eingesetzt werden, was sich erheblich auf die Bauzeit ausgewirkt hat. Die Bauarbeiten können zwei Monate früher abgeschlossen werden und der Kreisel am 2. September für den Verkehr frei gegeben werden.

Am Lottstetter Verkehrskreisel werden in dieser Woche noch die letzten Arbeiten erledigt.
Am Lottstetter Verkehrskreisel werden in dieser Woche noch die letzten Arbeiten erledigt. | Bild: Thomas Güntert

Der Lottstetter Verkehrskreisel ist das größte Bauwerk in der 24-jährigen Amtszeit von Bürgermeister Jürgen Link.

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Da die Hauptstraße von südlicher und nördlicher Richtung, die Bundesstraße 27, sowie Schitterle- und Industriestraße in das Rundell einmünden, hat es einen Durchmesser von 40 Meter, eine Fahrbahnfläche von 3800 Quadratmeter und eine Fahrbahnbreite von 6,80 Meter. Auf der Baustelle wurden über 3700 Tonnen Kies und 2700 Tonnen Asphalt verarbeitet. Die Länge der Randeinfassungen beträgt rund 1,6 Kilometer und die Fläche der Pflasterung 1200 Quadratmeter.

Noch ist der Lottstetter Kreisel gesperrt. Am Montag, 2. September, wird er um 17 Uhr für den Verkehr freigegeben.
Noch ist der Lottstetter Kreisel gesperrt. Am Montag, 2. September, wird er um 17 Uhr für den Verkehr freigegeben. | Bild: Thomas Güntert

Der Gemeinderat genehmigte für den Kreisverkehr einen Kredit von 1,5 Millionen Euro. Hauptamtsleiter Dominic Böhler bezifferte die Baukosten auf rund 1,45 Millionen Euro, einen Kostenanteil vom Energieversorgungsunternehmen EVKR von rund 31 000 Euro eingerechnet. Die Kosten werden gemäß den entsprechenden gesetzlichen Vorgaben auf die Straßenbaulastträger aufgeteilt.

Das Regierungspräsidium Freiburg übernimmt 22 Prozent, der Landkreis 36 Prozent und die Gemeinde Lottstetten 42 Prozent der anrechenbaren Kosten. Eine besondere Herausforderung während dem Baustellenbetrieb war die Umleitung des Verkehrs. Im Baustellenbereich der Bundesstraße 27 kam es insbesondere durch das Ignorieren der Tempobeschränkung auf 30 Kilometer pro Stunde immer wieder zu gefährlichen Verkehrssituationen.

Beim Lottstetter Kreisel wurde der Fokus auf die Verkehrssicherheit gelegt. Zur Bundesstraße 27 wurde ein Fahrbahnteiler errichtet, der nicht mehr überfahren werden kann.
Beim Lottstetter Kreisel wurde der Fokus auf die Verkehrssicherheit gelegt. Zur Bundesstraße 27 wurde ein Fahrbahnteiler errichtet, der nicht mehr überfahren werden kann. | Bild: Thomas Güntert

Eine weitere Herausforderung bestand darin, die Beeinträchtigungen für das angrenzende Gewerbe möglichst gering zu halten. Der Hauptamtsleiter Dominic Böhler lobte die Angrenzer der Baustelle, die die Beeinträchtigungen während der fünfmonatigen Bauphase überwiegend stillschweigend akzeptiert hatten. Die Straßenbauarbeiten sind bis auf wenige Restarbeiten und Kabelbauarbeiten in der Schitterlestraße nahezu abgeschlossen.

Derzeit werden noch Schilder montiert und die Fahrbahnmarkierung hergestellt. Der Gemeindebauhof stellt die gemeindeeigenen Grünflächen fertig. In die rund 25 Meter breite Verkehrsinsel werden dann noch mehrstämmige Heisterpflanzen gesetzt, die nur geringe Stammumfänge haben und keine Gefährdung für die Verkehrsteilnehmer darstellen. Die Verantwortlichen treffen sich am kommenden Montag, um 17 Uhr auf der Baustelle zur feierlichen Verkehrsfreigabe. Am folgenden Tag werden die Umleitungsschilder entfernt und die Verkehrssicherung für den Rückbau der Behelfsausfahrt eingerichtet. Die Behelfsausfahrt und die Baustelleneinrichtung wird in der ersten Septemberwoche zurückgebaut.

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