Mittlerweile wollen fünf Bewerber Bürgermeister in Herrischried werden. Am Sonntag kündigte auch FW-Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter Manfred Krüger an, dass er sich für das höchste Amt der Gemeinde zur Wahl stellen werde. Es wäre dies die dritte Bürgermeisterkandidatur des 61-Jährigen in seiner Heimatgemeinde Herrischried. 1988 war er Roland Baumgartner unterlegen, 2004 dem jetzigen Amtsinhaber Christof Berger.

Die Erklärung von Amtsinhaber Christof Berger, für keine weitere Amtszeit mehr zur Verfügung zu stehen, sei für ihn im November 2019 völlig überraschend gekommen, erklärte Krüger. Danach habe er sich eingehend Gedanken darüber gemacht, ob er ein weiteres Mal kandidieren solle. Erst am Samstag habe er die Entscheidung getroffen: „Ich probiere es noch einmal.“

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Krüger erklärte, dass er am Montag vor der Sitzung des Gemeinderats seine Bewerbungsunterlagen auf dem Rathaus abgeben werde. „Ich kann ja nicht an der Sitzung teilnehmen und so tun, als wäre nichts.“ Weil Krüger im Augenblick noch stellvertetender Vorsitzender des Wahlausschusses ist, muss er nach der offiziellen Erklärung seiner Bewerbung von diesem Amt zurücktreten.

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„Ich wollte schon immer Bürgermeister in Herrischried werden. Das ist jetzt definitiv die letzte Chance für mich“, begründet Krüger seine Kandidatur. Seine erste Bewerbung 1988, als er als junger Gemeinderat der Gemeinsamen Liste Herrischried (GLH) mit 5,1 Prozent gegen Roland Baumgartner unterging, sieht er heute als jugendlichen Leichtsinn an. Näher dran war Krüger 2004, als er hinter dem damals gewählten Christof Berger und Mitbewerber Klaus Aus den Erlen im zweiten Wahlgang mit 26,2 Prozent als Dritter durchs Ziel ging.

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Es sei jetzt an ihm selbst, die Herrischrieder davon zu überzeugen, dass er der richtige Mann fürs Bürgermeisteramt sei, sagt Krüger – und sieht seine Chancen nicht schlecht. Als Leiter einer Dienststelle des Landes mit neun Beschäftigten verfüge er bereits über grundlegende Verwaltungskenntnisse.

Durch sein Engagement im Gemeinderat und in vielen örtlichen Vereinen kenne er sich auch bestens in der Gemeinde aus. „Ich halte mir deshalb zugute, dass ich nicht lange brauchen werde, bis ich als Bürgermeister eingearbeitet bin. Deshalb macht aus meiner Sicht eine Kandidatur für nur acht Jahre Sinn“. Denn eine zweite Amtszeit, das ist Krüger klar, ist aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen mit seinen jetzt 61 Jahren derzeit nicht möglich.

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Herrischried wählt seinen neuen Bürgermeister am 26. April. Bisher haben ihre Kandidatur erklärt: Christian Dröse (41), SAP-Berater und CDU-Gemeinderat aus Herrischried, Vito Doria (49), Kaufmann und Grünen-Stadtrat aus Wehr, Jörg-Michael Bähr (60), Diplom-Verwaltungswirt aus Münstertal, sowie Samuel Speitelsbach (33), Dauerkandidat aus Ravenstein. Noch bis Montag, 30. März, können beim Wahlausschuss weitere Bewerbungen eingereicht werden.

 

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