Teilen statt Wegwerfen heißt nun die Devise in Dogern: Ab Mittwoch, 28. Oktober, startet der „Fairteiler“, ein Kooperationsprojekt der Nachhaltigkeitsgruppe Dogern (Ideengeber) und des Familienzentrums „Haus Nr. 4“. Dort wird es im hinteren Teil des Gebäudes in der Oberdorfstraße – ebenerdig erreichbar – die neue Versorgungsmöglichkeit mit Lebensmitteln geben. Zu jeder Zeit, sieben Tage die Woche, 24 Stunden lang können dort im Trocken- wie auch im Kühlschrank lagernde Produkte kostenlos abgeholt werden.

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Dabei soll die Einrichtung keinesfalls eine Konkurrenz zu bestehenden Tafel-Läden sein, sondern vielmehr dazu beitragen, dass der zunehmenden Lebensmittelverschwendung entgegengewirkt werden kann. Eingeklinkt in das Projekt haben sich bislang die örtlichen Lebensmittelhändler, Metzgereien, Backshops, Bauernmarkt und Eulenhof.

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Doch soll dies auch eine Möglichkeit für Gartenbesitzer werden, deren Ernte allzu üppig ausfiel. Viele von ihnen wären schon in der Vergangenheit froh gewesen, ein Übermass an Zuccinis, Tomaten und anderen Gartenfrüchten abgeben zu können. Auch Privatleute kennen vielfach die Situation, dass vor dem Start in den Urlaub die Lebensmittelvorräte ungenutzt bleiben und schließlich der Entsorgung zugeführt werden mussten.

Annette Sperling, Leiterin des Familienzentrums, hat die administrativen Vorbereitungen übernommen und sich auch bei Behörden informiert, was alles zum Fairteiler gelangen kann und wie es dort gelagert sein muss.

Nur einwandfreie Produkte

Jedenfalls darf niemand denken, dass dies eine neue Entsorgungsmöglichkeit ist. Vielmehr dürfen nur Produkte dort hin gelangen, die einwandfrei sind, aber möglicherweise wegen ihrer Größe oder ihres Aussehens nicht im Handel absetzbar sind. Auch dürfen keine Produkte, deren Verbrauchsdatum bereits abgelaufen ist, eingelagert werden. Streng verboten ist Alkohol. Ausgeschilderte Hinweise sind zu beachten beim Aufstocken der Vorräte, die täglich kontrolliert werden. Noch braucht es mehr Unterstützer, die sich das Einsammeln der Lebensmittel in den Geschäften mit Marc Arnold, Markus Uhlenbrock-Ehnes und Hannah Wolberg teilen. „Wir sind überzeugt, dass es außer den täglichen Brotvorräten viele weitere Produkte geben wird“, so Markus Uhlenbrock-Ehnes. Es müsse niemand denken, dass er anderen Etwas wegnimmt.

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