Ein echter Narr lässt sich auch vom schlechten Wetter nicht vom närrischen Treiben abhalten. So war dies zumindest in Dogern während des Fastnachtsumzugs. Gut behütet und mit bunten Schirmen ausgestattet stand die Menge am Straßenrand, um mit einem herzlichen Narri-Narro die Wiischmöckchern zu grüßen und Süßigkeiten aufzufangen. Während sich die einen eine ordentliche Ladung Konfetti abholten, versuchten andere, den „herzlichen“ Umarmungen der eher wilden „Wiidüüfel“ zu entkommen.

Süße Prausetütchen hatte Bürgermeister Fabian Prause im Gefolge.
Süße Prausetütchen hatte Bürgermeister Fabian Prause im Gefolge.

Junge und erwachsene Narren, Traditionsfiguren und Neulinge, Fabelwesen oder an die Historie erinnernde Personen zogen durchs Dorf. Die einstige Zugehörigkeit zum Kaiserreich sitzt zumindest den Narren immer noch in den Gliedern. Sie wollten ihren Kaiser einfach wieder haben und ließen ihn und sein Gefolge am Ende des Umzugs an den Zuschauern vorbeigleiten. Dass der närrische Bazillus in Dogern stark verbreitet und über alle Generationen hinweg spürbar ist, zeigte sich innerhalb der bunten Narrenschar, die vom Musikverein angeführt wurde und in die sich der Kindergarten gemischt hatte. Als wandelndes „Prausetütchen“ hatte Bürgermeister Fabian Prause etliche süße Tütchen im Gefolge. Für Reinlichkeit sorgten die „Waschweiber“ vom Turnverein, die mit ihrem Wäscheschaum gar nicht sparsam umgingen.

Figuren wie die Schwarzwaldmarie (Karin Kuster) halten die Dogerner Straßenfastnacht lebendig. Bilder: Doris Dehmel
Figuren wie die Schwarzwaldmarie (Karin Kuster) halten die Dogerner Straßenfastnacht lebendig. Bilder: Doris Dehmel

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