Nachdem im vergangenen Jahr zur Dogerner Jubiläumsfasnacht die Narren das Dorf gestürmt hatten, waren die Einheimischen und Gäste aus der nahen Umgebung beim bunten Tanzabend in der Gemeindehalle diesmal eher unter sich. Das Duo Enrico und Rosetta verstand es ausgezeichnet, mit Musik und Gesang das Publikum von den Plätzen zu holen und die Tanzfläche zu füllen. Ehe das Stimmungsbarometer in die Höhe getrieben wurde, erinnerte der Präsident der Dogerner Wiischmöckcher, Volker Ebi, in Dankbarkeit an den im vergangenen Jahr verstorbenen Alfred Lins, der ohne je Vereinsmitglied gewesen zu sein, die Chronik für die Narren erstellt und Vieles verfasst habe, was sich heute im Archiv befindet.

Klaus Reuther, den die meisten von der Dogerner Theaterbühne her kennen, begeisterte das Publikum mit seinem hinreißenden Vortrag. Bilder: Doris Dehmel
Klaus Reuther, den die meisten von der Dogerner Theaterbühne her kennen, begeisterte das Publikum mit seinem hinreißenden Vortrag. Bilder: Doris Dehmel | Bild: Doris Dehmel

Obwohl die Dogerner Narren eng mit der Tradition verbunden sind, werden sie auch dem Zeitgeist gerecht und gehen mit neuen Ideen den Weg in die Zukunft. Diese könnte in den Reihen der Wiischmöckcher zumindest für den fünfjährigen Silas erfolgreich verlaufen. Hatte er doch ohne Lampenfieber und voller Stolz beim Dogerner Wiischmöckcherlied den Trinkspruch aufgesagt, der für ihn selbst im Wasser seine Vollendung fand. Als Rüttebuckgeist verriet Lisa Jehle so manches Missgeschick ihrer Zeitgenossen. Dem närrischen Urgestein mit Schauspieltalent waren weder die Umstände um weggeworfene Geldbeutel und Fahrkarten, noch misslungene Kochkünste, das Missgeschick eines abgelaufenen Ausweises oder der Versprecher der hohen Geistlichkeit verborgen geblieben. Nachdem die männlichen Tanzpaare der Wiischmöckcher in ihren historischen Kostümen nach einer Zugabe das Parkett verlassen hatten, gehörte die Dogerner Narrenbütt Klaus Reuther. Wortreich schilderte er seine Erwartungen an einen Damenbesuch ebenso wie die häuslichen Diskussionen über die gesunde Trinkmenge.

Das Urgestein des Humors, Lisa Jehle, warb erneut dafür, ihr Neuigkeiten und Ungereimtheiten aus dem Dorf mitzuteilen, damit sie diese närrisch in der Fastnacht 2019 verpacken und auch von Pierre Öschger wieder in der Narrenzeitung berichten kann.
Das Urgestein des Humors, Lisa Jehle, warb erneut dafür, ihr Neuigkeiten und Ungereimtheiten aus dem Dorf mitzuteilen, damit sie diese närrisch in der Fastnacht 2019 verpacken und auch von Pierre Öschger wieder in der Narrenzeitung berichten kann. | Bild: Doris Dehmel

S’Dogerner Damenchörle hatte seine lebenslustigen Witwen, deren Trauer sich sehr in Grenzen hielt, auf die Bühne geschickt. Zum Ende des offiziellen Programms gehörten die Bretter, die für sie die Welt bedeuten, schließlich den Siedlergirls aus Albbruck, dem seit mehr als 30 Jahren in wechselnder Besetzung existierenden Männerballett.

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