Dem Organisationsteam rund um Anne Steinebrunner, der besten Freundin von Rebecca Kranich, war die Erleichterung anzumerken: „995 registrierte Stammzellspender, das ist wirklich toll!“ Das gebe neue Hoffnung bei der Suche nach dem dringend benötigten Stammzellspender für die 31-jährige Mutter.

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Vier Stunden lang konnten sich Spendenwillige zwischen 17 und 55 Jahren in der Flößerhalle bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen. Der Aufforderung, sich als möglicher Lebensretter für Rebecca Kranich zu engagieren, waren viele gefolgt.

Anne Steinebrunner vom Organisationsteam und Dr. Gerd Lunke, früherer Chefarzt am Spital Bad Säckingen und Schirmherr der Aktion.
Anne Steinebrunner vom Organisationsteam und Dr. Gerd Lunke, früherer Chefarzt am Spital Bad Säckingen und Schirmherr der Aktion. | Bild: Olheide, Monika

Insgesamt waren 54 Plätze für die Registrierungen vorbereitet. So wurde vermieden, dass sich lange Schlangen bildeten.

Ewa Szczyrbrowski und Johanna Blei bei der Typisierung die die Helferinnen Tamara Kolb und Stephanie Marugg leiteten (von links).
Ewa Szczyrbrowski und Johanna Blei bei der Typisierung die die Helferinnen Tamara Kolb und Stephanie Marugg leiteten (von links). | Bild: Olheide, Monika

Das Prozedere selbst verlief eher unspektakulär. Ein Wangenabstrich auf einem Wattestäbchen und ein Fragebogen. Das war es auch schon.

Noch nach dem offiziellen Ende um 14 Uhr und während des Abbaus kamen Menschen, die sich als Spender registrieren lassen wollten zur Flößerhalle. „Die mussten wir auf die Online-Registrierung verweisen“, erklärt Anne Steinebrunner.

Überzeugte Teilnehmer

„Es ist einfach wichtig, sich registrieren zu lassen und zu helfen“, sagte beispielsweise Dennis Rattasepp aus Schopfheim. Er war zusammen mit Uwe Moser aus Rheinfelden nach Wallbach gekommen.

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„Die Information kam bei uns über den Motorradclub und da wir beide noch nicht als Stammzellspender registriert waren, haben wir das heute nachgeholt“, so Moser. Rattasepp gibt zu bedenken: „Auch wenn das Schicksal von Rebecca besonders berührt, gibt es keine Unterscheidung: Mensch ist Mensch. Und man darf nicht vergessen, dass man auch selbst einmal betroffen sein könnte.“

Hatten über den Motarradclub Hauingen von der Typisierungsaktion erfahren: Uwe Moser aus Rheinfelden und Dennis Rattasepp aus Schopfheim (von links).
Hatten über den Motarradclub Hauingen von der Typisierungsaktion erfahren: Uwe Moser aus Rheinfelden und Dennis Rattasepp aus Schopfheim (von links). | Bild: Olheide, Monika

Dem schließt sich auch Elisabeth D‘Souza aus Wallbach an, die mit zwei Freundinnen und den Kindern zur Halle gekommen ist: „Rebeccas Geschichte hat mich wirklich berührt und wenn ich mir vorstelle, ich könnte in derselben Situation sein... Natürlich muss man helfen.“

Unterstützung von der DKMS gab es von Judith Presch und Andreas Bausch aus Tübingen.
Unterstützung von der DKMS gab es von Judith Presch und Andreas Bausch aus Tübingen. | Bild: Olheide, Monika

„Bis die Teilnehmer der Typisierungsaktion in die Spenderdatenbank eingepflegt sind, dauert es ein bis drei Monate“, erklärte Andreas Bausch von der DKMS. Gemeinsam mit Judith Presch unterstützte er die Aktion, beantwortete Fragen und half dem Organisationskomitee bei der Umsetzung.

Parallel zur Aktion in Wallbach gab es in Göttingen eine weitere Typisierungsaktion für Rebecca Kranich. 250 neu registrierte Stammzellspender wurden hier bis zum Samstagnachmittag gefunden.

Freiwillige Helfer unterstützen

In- und außerhalb der Wallbacher Flößerhalle waren viele freiwillige Helfer – Freunde von Rebecca Kranich, Bekannte und auch die Feuerwehr – im Einsatz. Sie kümmerten sich unter anderem um die Verpflegung der Teilnehmer und ihrer Familien.

Viele freiwillige Helfer kümmerten sich beispielsweise um die Verpflegung. Hier von links: Uschi Sutterer, Waltraud Wunderle, Gabi Steinbach, Frederike Wunderle-Leber und Marianne Kübler.
Viele freiwillige Helfer kümmerten sich beispielsweise um die Verpflegung. Hier von links: Uschi Sutterer, Waltraud Wunderle, Gabi Steinbach, Frederike Wunderle-Leber und Marianne Kübler. | Bild: Olheide, Monika

Schirmherr der Aktion, der ehemalige Chefarzt des Spitals Bad Säckingen, Dr. Gerd Lunke, zeigte sich erfreut über die vielen Teilnehmer, die sich bereits kurz vor Öffnung der Flößerhalle eingefunden hatten. “Es ist wichtig, dass die Spenderkartei wächst. Natürlich für Rebecca, aber auch für all die anderen Patienten, die dringend eine Stammzellspende benötigen, um überhaupt eine Chance aufs Überleben zu haben“, so Lunke.

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