Mögliche Baugebiete in Harpolingen stellten im Rahmen der Erstellung des Flächennutzungsplanes Christian Sammel von der fsp.stadtplanung (Freiburg) sowie Eric Lippe von der Firma Faktorgrün (Freiburg) bei der jüngsten Ortschaftsratsitzung vor. Das Interesse seitens der Bevölkerung war sehr groß. 36 Besucher verfolgten die Ausführungen der Fachleute.

Großer Wert wird bei der Ausarbeitung des Flächennutzungsplanes auf eine kompakte Siedlung durch Abrundung des Ortsbildes gelegt. Dass Orte zusammenwachsen, ist nicht mehr gewünscht, vielmehr muss zwischen den beiden Stadtteilen Harpolingen und Rippolingen genügend Grünfläche vorhanden sein. Von einer Bebauung ausgenommen sind außerdem FFH-Gebiete und Biotope.

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Landschaftsplaner Sammel bestätigte, dass im Ort Wohnfläche benötigt wird. Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung steht Harpolingen ein Baugebiet von 0,57 Hektar abzüglich der aktivierbaren Baulücken von 0,25 Hektar zu. Das ergibt ein Flächenbedarf von 0,31 Hektar.

Bestes Bauland „Im Seck„

Als das am besten geeignete Bauland bezeichneten Sammel und Lippe das 1,3 Hektar umfassende Areal „Im Seck„. Da die Fläche um ein mehrfaches den Bedarf übersteigt, müsse die Kernstadt Fläche abgeben. Für ein Baugebiet bietet sich das Gelände „Am Wiesenrain„ neben den Bolzplatz ebenfalls an. Obwohl es umweltmäßig keine Einengung gibt, ist die 0,3 Hektar große Wiese an der „Rüttehofstraße“ aufgrund der unwirtschaftlichen Erschließung, nur eingeschränkt geeignet.

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Durch die exponierte Lage für das Gesamtbild des Ortes, die schwierige Verkehrsanbindung, ist auch die Hangfläche „Nördlicher Nussbaumweg“ (0,9 Hektar) nur bedingt tauglich.

„Unterm Rain“ eher ungünstig

Als eher ungünstig als Bauland wurde die Fläche „Unterm Rain“ bewertet, da sich die Baureihen wie Finger in die Landschaft erstrecken. Damit geht die bestehende wertvolle Landschaftsästhetik mit Obstbäumen und Wiese verloren. Nach der Devise „soviel wie möglich“ entschieden die Ortschaftsräte bei der Abstimmung die Flächen „Nussbaumweg“ und „Unterm Rain“ an erster Stelle mit gleicher Priorität, gefolgt vom Areal „Am Wiesenrain„ und „Rüttehofstraße“ in den Flächennutzungsplan aufzunehmen.

Stadt und Stadtteile als Einheit

Bei der Aussprache schlug Bürgermeister Alexander Guhl vor, die einzelnen Stadteile nicht als eigenständige Einheiten zu betrachten. Aufgrund der vorhandenen bebaubaren Flächen und der hohen Siedlungsdichte, durch die Grenzlage bedingt, müssen Stadt und Stadtteile als eine Einheit gesehen werden. Guhl bemängelte, dass weit mehr Personen in Bad Säckingen wohnen als die Statistik angibt.

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Enttäuschung rief die geringe mögliche Erweiterungsfläche an Bauland von nur 1,2 Hektar bei den Ortschaftsräten hervor. Sie bemängelten, dass beim vorgeschlagenen Gebiet „Im Seck„ nur die Hälfte bebaubar ist, auf der anderen Hälfte befindet sich ein Pferdestall. Das heißt, der Besitzer wird das Gelände nicht verkaufen.

Einigkeit herrschte darüber, die Ausweisung eines Baugeländes von der Verkaufsbereitschaft der Besitzer abhängig zu machen. Anfang Juli beschließt der Gemeinderat die Bauflächen für Bad Säckingen. Nach der Tagung des gemeinsamen Ausschusses soll die Offenlegung erfolgen.