Laute Kampfschreie. Körper, die sich blitzschnell drehen. Arme und Hände, die kraftvoll in ein nicht vorhandenes Etwas stoßen. Kräftiges Aufstampfen von Füßen auf dem Boden. Körperspannung, undurchdringliche Mienen, die sich plötzlich entspannen. Wir sind Zeuge einer Trainingseinheit der Karatekas der Bad Säckinger Karateschule mit dem Vorsitzenden Robert Apfelbeck. Rainer Jörger, Produzent der „Bad Säckinger Stadtgeschichten“, Kameramann, Fotograf und Journalist, hat für deren neueste Ausgabe die Mitglieder der Bad Säckinger Karateschule besucht.

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Die Schule wurde 1975 gegründet und hat rund 130 Mitglieder, darunter knapp 60 Kinder ab sechs Jahren. Der Älteste ist 77 Jahre alt. Rainer Jörger hat beim Dreh vieles über die Anforderungen an einen Karateka, unter anderem Disziplin, körperliches und geistiges Gleichgewicht, gelernt.

Trainerin Silvia Apfelbeck (links) gibt Anweisungen für die Übungen mit dem Parcours.
Trainerin Silvia Apfelbeck (links) gibt Anweisungen für die Übungen mit dem Parcours. | Bild: Marion Rank

Warum diese Sportart auf viele Menschen eine so große Faszination ausübt, zeigen die „Bad Säckinger Stadtgeschichten“ am Samstag, 6. April, 19 Uhr, und Sonntag, 7. April, 16 Uhr, wenn die Stadt Bad Säckingen und das Amt für Tourismus und Kultur die neueste Multimediareportage von Rainer Jörger im Kursaal präsentieren. Unterstützt wird die rund zweistündige Liveshow mit Filmporträts von Menschen, die das gesellschaftliche Leben von Bad Säckingen prägen, von der Sparkassen-Kulturstiftung Bad Säckingen und dem SÜDKURIER Medienhaus. Im Anschluss treten die Protagonisten auf der Bühne auf.

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Karate Do wird als Weg der Lebensgestaltung, Gesundheitsförderung und als Ausgleichssport gesehen. In der Bad Säckinger Karateschule werden Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit trainiert und der Shotokan-Stil gepflegt. Beim sportlichen Kampf mit dem Namen Kumite wird mit Distanz zum Gegner geübt. Die Rolle des Nahkampfes wird aber nicht vernachlässigt. Viele Shotokan-Techniken können entweder als Angriffs- oder als Verteidigungstechnik eingesetzt werden.

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Der Bad Säckinger Robert Apfelbeck, 57, ist Träger des „Rokudan“, also des sechsten Dan, des sechsten Grades des schwarzen Gürtels. Er ist Prüfer und Trainer unter anderem für das Kata- und Kumitetraining und leitet die Geschicke der Karateschule seit Jahrzehnten als Vorsitzender.

Jana Heep steht vor der Kamera von Rainer Jörger.
Jana Heep steht vor der Kamera von Rainer Jörger. | Bild: Marion Rank

Hier werden Grundschule, Kata (Schattenkampf), Kata Bunkai (Schattenkampf mit Anwendung), Kumite (Freikampf) und Selbstverteidigung unterrichtet. Auch Ehefrau Silvia, 55, teilt die Leidenschaft für Karate: Sie ist Trägerin des fünften Dan, Talentstützpunkt-Trainerin und in der Karateschule für das Kinder- und Leistungsgruppentraining zuständig.

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Außer Robert und Silvia Apfelbeck unterrichten noch vier weitere Danträger als Trainer: Roman Müller, sechster Dan, Walter Strässle, vierter Dan, Brigitte Klein, dritter Dan und Jörg Stein, dritter Dan. Bis ihre Schüler einen Meistergrad erreichen, kann es Jahre dauern, obwohl es auch unter den jungen Menschen schon einige Dan-Träger gibt.

Das Kata-Team aus der Leistungsgruppe (von links): Tilo Heep, Jana Heep, Robin Heep und Julia Wunderle.
Das Kata-Team aus der Leistungsgruppe (von links): Tilo Heep, Jana Heep, Robin Heep und Julia Wunderle. | Bild: Marion Rank

So wie Jana und ihr Bruder Tilo Heep: Beide sind Träger des ersten Dan. Jana begann mit elf Jahren und liebt die Exaktheit dieser Sportart. Die Abiturientin des Wirtschaftsgymnasiums Bad Säckingen studiert seit Herbst vergangenen Jahres Fitness-Ökonomie. Sport gehört zu ihrem Leben.

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Alleine bis zum ersten Dan, dem ersten schwarzen Gurt, ist es ein weiter Weg. Begonnen wird mit dem weißen Gurt, nach der ersten Prüfung kommt gelb, dann folgen orange, grün, zweimal blau, dreimal braun und bis zu zehn Dan-Grade mit dem schwarzen Gürtel. Je höher der Dan-Grad, umso länger ist die Wartezeit bis zur nächsten Stufe, erklärt Robert Apfelbeck. Dies reicht bis zu fünf Jahre. Für den neunten Dan habe in Deutschland noch niemand die Prüfung abgelegt, den gab es verliehen als Ehren-Dan – für das Lebenswerk, so Apfelbeck.

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Die Show, Karten und Verlosung

  • Die Stadtgeschichten: Die Stadt Bad Säckingen und das Amt für Tourismus und Kultur präsentieren am Samstag, 6. April, 19 Uhr und Sonntag, 7. April, 16 Uhr, die Multimediareportage Bad Säckinger Stadtgeschichten von Rainer Jörger im Bad Säckinger Kursaal. Die rund zweistündige Live-Show wird von der Sparkassen-Kulturstiftung Bad Säckingen und dem SÜDKURIER Medienhaus unterstützt. Bei der Show werden kurze Filmporträts von Menschen gezeigt, die das gesellschaftliche Leben von Bad Säckingen prägen. Im Anschluss treten die Protagonisten, Personen oder Vereine, live auf der Bühne auf.
  • Die Karten: Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Karten kosten 12 Euro an der Abendkasse (im Vorverkauf 10 Euro), Menschen mit Handicap, Schüler und Studenten zahlen 9 Euro (7), Kinder bis elf Jahre 5 Euro (4). Vorverkauf: Tourismus- und Kulturamt, SÜDKURIER-Geschäftsstelle, alle bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet (www.reservix.de).
  • Verlosung: Für die Veranstaltung am Samstag, 6. April, 19 Uhr, und Sonntag, 7. April, 16 Uhr, im Kursaal verlost der SÜDKURIER jeweils drei mal zwei Eintrittskarten pro Veranstaltungstag unter seinen Lesern. Um an der Verlosung teilnehmen zu können, senden Sie uns einfach das Stichwort, das wir in unserer kostenlosen Morgen-Mail für Sie hinterlegt haben. Abonnieren können Sie diese kostenlos unter: http://www.suedkurier.de/heute-in-bs.
  • Teilnahmebedingungen: Bitte geben Sie Ihren Namen, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer an. Kontaktmöglichkeiten: Per Post an SÜDKURIER Redaktion, Hauensteinstraße 60, 79713 Bad Säckingen, per Fax an 07761/56 04 51 90 oder per E-Mail (saeckingen.redaktion@suedkurier.de). Einsendeschluss ist der 31. März, 12 Uhr. Die Gewinner werden telefonisch benachrichtigt. Ein Umtausch der Karten ist nicht möglich, die Karten müssen spätestens 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung abgeholt werden.