Bekanntlich war das Vorhaben in letzter Minute noch kräftig erweitert worden: Aufgrund des enormen Bedarfs an Kindergartenplätzen wird der eigentlich dreigruppig geplante Kindergarten jetzt mit vier Gruppen realisiert. 82 Betreuungsplätze für Kinder von einem bis sechs Jahren werden dort eingerichtet. Hinzu kommt eine Wohnung, die für ein Tageselternangebot genutzt werden soll.

Ambitionierte Projektierung, ambitionierter Zeitplan, ambitionierte Zielsetzung – all das spiegelt der Campus-Kindergarten wieder. Daran ließen Bürgermeisterstellvertreter Michael Maier und Architekt Franz Michler beim Spatenstich keinen Zweifel. Die Kita soll einen wichtigen Lückenschluss im Bereich der Kinderbetreuung bieten, in dem die Stadt trotz immenser Investitionen in den vergangenen Jahren noch immer nicht den Bedarf abdecken kann, wie Maier näher ausführte.

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„Die Einrichtung soll aber auch ein Standortvorteil bei der Mitarbeitersuche sein“, so Maier weiter. Denn es soll perspektivisch auch die Möglichkeit geschaffen werden, dass künftige Mitarbeiter der auf dem Gesundheitscampus angesiedelten Betriebe und Einrichtungen dort einen Betreuungsplatz für ihre Kinder erhalten. Unterm Strich sei es den Verantwortlichen bei der Stadt und den beteiligten Planern gelungen, auf vielen Ebenen „die bestmögliche Lösung zu finden“, zeigte sich Maier überzeugt.

Eckdaten zum Campus-Kindergarten

Keine einfache Aufgabe steht dem Vincentiusverein als künftigem Betreiber der Einrichtung bei der Personalsuche ins Haus. „Es werden sicherlich zwölf Vollzeitstellen zu besetzen sein“, rechnete Ute Wycisk, Leiterin der Kindergärten St. Vincentius und St. Gallus vor. Angesichts des allgemeinen Fachkräftemangels eine durchaus harte Nuss. Wycisk bleibt aber zuversichtlich: „Wir arbeiten dran.“

Architekt Franz Michler berichtete derweil von einer sportlichen Vorbereitung, die nun in eine ebenso sportliche Umsetzungsphase übergeht. Auf den letzten Metern vor Baubeginn wurde aus dem dreigruppigen Kindergarten ein viergruppiger. „Wir bauen aus Überzeugung in Massivbauweise“, betont Michler. Dies biete nicht zuletzt im energetischen Bereich und bei den Möglichkeiten zur Heizung und Kühlung große Vorteile.

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Vor allem sei es aber auch gelungen, verlässliche Partner für dieses Bauvorhaben zu gewinnen. Das Bauunternehmen Dapp aus Oberwihl, das die Rohbauarbeiten übernimmt, nannte Franz Michler als Beispiel dafür. Und für das Gelingen des Vorhabens sei dies von Vorteil, denn das Vorhaben soll zügig vonstatten gehen: Im Juli soll bereits Richtfest gefeiert werden, im Mai 2021 sollen die Kinder ihr neues Domizil bereits beziehen können.

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