18 Stunden Wettbewerb verteilt auf drei Tage – und am Ende entschieden Millimeter: Yannic Schlachter aus Albbruck im Landkreis Waldshut wird Deutschlands Fliesenleger bei den Euro-Skills in Graz vertreten. Der 21-Jährige setzte sich bei einer bundesweiten Ausscheidung in Kassel durch und fügte damit seiner persönlichen Erfolgsgeschichte ein neues Kapitel hinzu.

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Yannic Schlachter kennt das Gefühl des Sieges. 2019 wurde der Fliesenleger erst Kammer-, dann Landessieger beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks (PLW). Die Qualifikation für die Europameisterschaft, die er durch den Triumph in Kassel über seinen Konkurrenten Silas Dulle erreichte, ist jedoch ein neuer Höhepunkt für ihn: „Es ist ein großartiges Gefühl. Die Erleichterung ist riesig, dass sich die Arbeit gelohnt hat und man die Sicherheit hat, zur EM zur fahren.“

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Zwei Wandmodule und ein Boden musste der Fliesenleger in 18 Stunden erstellen; dabei war Präzision für den Sieg ausschlaggebend. Eine gute Übung für die Euro-Skills 2020, die coronabedingt erst im Januar 2021 in Graz stattfinden. „Das Ziel ist die Top 3, wenn nicht sogar der Europameistertitel. Deutschland ist immer gut dabei. Ich würde mich sehr über die Goldmedaille freuen“, so Schlachter.

Meisterschule als weiteres Ziel

Drei offizielle Trainings mit der Nationalmannschaft, die jeweils eine Woche dauern, stehen in der Vorbereitung auf dem Plan. Zum Ende des Jahres hört er bei seinem Ausbildungsbetrieb Gerspach GmbH in Görwihl auf, bei dem er seit 2016 erst als Auszubildender, dann als Geselle angestellt war. Schlachter möchte sich voll auf die EM konzentrieren und danach mit der Meisterschule einen weiteren Meilenstein seiner Karriere setzen.

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2021 hat Schlachter jedoch noch ein weiteres Ziel im Auge. Im März findet die interne Ausscheidung zu den World-Skills statt, der Weltmeisterschaft. „Mit der Teilnahme an den Euro-Skills habe ich eine gute Voraussetzung, dabei zu sein. Man kann nur einmal an einer Europameisterschaft und WM teilnehmen, das will ich natürlich nutzen“, so der 21-Jährige.

Betriebsübernahme später

Mit der Übernahme des elterlichen Fliesenlegerbetriebs in Albbruck will sich Schlachter dagegen noch Zeit lassen. „In weiter Zukunft“ liege dieser Plan, der jedoch bereits lange gärt. „Mir wurde es in die Wiege gelegt. Ich finde es nach vier Jahren noch immer einen richtig coolen Job. Man sieht am Ende des Tages, was man getan hat, und ein gut gemachtes Bad sieht auch noch nach 30 Jahren toll aus“, so der junge Fliesenleger.

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