In der jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat Albbruck eine Änderung des Flächennutzungsplans von 2006 in die Wege geleitet. „Die Gemeindeentwicklung in Albbruck wird in den nächsten Jahren maßgeblich durch die Konversion des Papierfabrikareals, die Neuansiedlung des Zentralklinikums, die Trassenführung der A 98 und die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnraum bestimmt“, so Bürgermeister Stefan Kaiser. Daneben gehe es darum, in den Ortsteilen eine geordnete städtebauliche Entwicklung zu ermöglichen.

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Vor allem sei im Kernort aufgrund der Ansiedlung des Zentralklinikums in den nächsten Jahren mit einem erhöhten Bedarf zu rechnen, der nicht durch die aktuellen Entwicklungen mit neuen Baugebieten im Bereich der ehemaligen Papierfabrik abgedeckt werden könne. Daneben gelte es, in den eher dörflich geprägten Ortsteilen durch die Ausweisung neuer Bauflächen die Funktion als Wohnstandort zu stärken und der Nachfrage gerecht zu werden.

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Zum Teil seien Wohnbauflächen aus der Planung herausgenommen worden, weil eine Umsetzung derzeit nicht absehbar sei. Neu aufgenommen werden die Gebiete „Breitmoos Ost“ im Kernort (2,3 Hektar), „Schindelbuck“ in Birkingen (Erweiterung, 0,6), zwei Flächen in Birndorf, „Fesenberg“ (0,7) und „Estelbergweg“ (0,6), zwei Flächen in Schachen, „Bühlweg“ (2,9) und „Beuge“ (0,7), hier handelt es sich um eine Fläche für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses und Flächen für den Wohnbau), vier Flächen in Unteralpfen, „Leiterbachstraße“ (0,6), „Tröndlinweg“ (0,2), „Auf der Fluhe“ (0,2, hier wird die Bedarfsfläche bei der Schule in Wohnbauflächen umgewandelt) und „Lehhalde“ (0,9) zur Erweiterung des bestehenden Gewerbegebietes. Dazu kommen die Sonderbaufläche „Klinikgebiet“ an der B 34 in Albbruck (11,6) und die Erweiterung des Sportplatz-Areals in Buch (1,2).

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Herausgenommen werden Flächen, die auf kein Interesse gestoßen sind, so im Birkinger Ortsteil Kuchelbach („Ellacker“, 0,3), in Buch („Großäcker“, 0,4) und in Schachen („Bei der Gaß“, 1,0). Die Gemeinde muss einen Umweltprüfungsbericht in Auftrag geben, der beim nächsten Verfahrensschritt vorliegen muss. Der Gemeinderat stimmte dem Vorentwurf des Flächennutzungsplans zu und fasste den Beschluss zur Offenlage. Zur Erweiterung des Baugebietes „Breitmoos“ bemängelte Lothar Schlageter (FWV), dass es eine geschlossene Waldfläche sei, und ob es zu verantworten sei, daraus ein Wohnbaugebiet zu machen. „Aus dem Flächennutzungsplan erwächst keine Verpflichtung der Gemeinde“, so Stefan Kaiser. „Ob wir die Planung wirklich so umsetzen wollen, darüber entscheiden wir später.“