2021 war auch für die Gemeinde Wutöschingen ein Jahr voller Herausforderungen, geprägt von der Pandemie. Trotz Lockdown und Beschränkungen hat sich in der Gemeinde 2021 aber eine Menge bewegt. Im Gewerbepark Horheim wird auf Hochtouren gebaut. Neue Unternehmen siedeln sich in der Wutachgemeinde an, aber auch bereits bestehende Firmen investieren in eine Erweiterung.

Und damit es mit dem wachsenden Verkehrsaufkommen keine Probleme gibt, wurde vor wenigen Wochen eine direkte Anbindung vom Gewerbegebiet Markwiesen/Maueräcker 2 an die Bundesstraße eingeweiht. Ebenfalls wieder für den Verkehr frei gegeben wurde die neue Kreisbrücke zwischen Schwerzen und Horheim. Exakt ein Jahr lang wurde an dem Neubau der Brücke gearbeitet, welche die beiden Dörfer miteinander verbindet.

Nach exakt einjähriger Bauzeit wurde die Kreisbrücke über die Wutach zwischen den Wutöschinger Ortsteilen Horheim und Schwerzen für den Verkehr wieder freigegeben. Von links: Landrat Martin Kistler, der Leiter des Straßenbauamts Bruno Hilbert, Andreas Peter vom Ingenieurbüro Breinlinger, Axel Amann, Bauamtsleiter der Gemeinde Wutöschingen, Bürgermeister Georg Eble und Matthias Moser von der Firma Schleith.
Nach exakt einjähriger Bauzeit wurde die Kreisbrücke über die Wutach zwischen den Wutöschinger Ortsteilen Horheim und Schwerzen für den Verkehr wieder freigegeben. Von links: Landrat Martin Kistler, der Leiter des Straßenbauamts Bruno Hilbert, Andreas Peter vom Ingenieurbüro Breinlinger, Axel Amann, Bauamtsleiter der Gemeinde Wutöschingen, Bürgermeister Georg Eble und Matthias Moser von der Firma Schleith. | Bild: Holzwarth, Sandra

Nicht nur Firmen siedeln sich gerne in Wutöschingen an, auch die Bauplätze im Wohn-Neubaugebiet von Wutöschingen sind heiß begehrt. Einige Familien konnten ihr neues Eigenheim im Neubaugebiet „Mausäckern-Unter den Langwesen 2“ im vergangenen Jahr bereits beziehen.

Das erste Repair-Cafe in Wutöschingen veranstaltete die Awo-Ortsgruppe Wutöschingen im Sommer unter dem Motto „Wegwerfen? Denkste“. Die Premiere war so erfolgreich, dass das Repair-Café in Wutöschingen zur festen Institution werden soll.

Nachhaltigkeit: Das Repair-Café in Wutöschingen feierte im Sommer Premiere. Es war so erfolgreich, dass es noch im selben Jahr eine Neuauflage gegeben hat.
Nachhaltigkeit: Das Repair-Café in Wutöschingen feierte im Sommer Premiere. Es war so erfolgreich, dass es noch im selben Jahr eine Neuauflage gegeben hat. | Bild: Holzwarth, Sandra

Grund zum Jubeln gab es für die Gemeinschaftsschule an der Alemannenschule Wutöschingen, die das Finale des Wettbewerbs zum Deutschen Schulpreis erreicht hatte. Neben der Auszeichnung durfte sich die Schule auch über 5000 Euro Preisgeld freuen. Auch sonst war an der Gemeinschaftsschule eine Menge los. Auf dem Schulgelände wurde 2021 auf Hochtouren gebaut.

Nicht nur der wachsende Neubau für die Sekundarstufe 2 sorgte für Spannung, sondern auch die Kernsanierung des blauen Lernhauses. Nach erfolgtem Komplettumbau konnten die Schüler nach den Sommerferien das sanierte und erweiterte Gebäude wieder erobern. Das Vorzeigeobjekt für modernes Lernen hat 1,8 Millionen gekostet, 1,025 Euro konnten über Zuschüsse finanziert werden.

Der Neubau an der Alemannenschule wird Heimat der Sekundarstufe 2. Die Bauarbeiten befinden sich im Endspurt, noch in diesem Monat soll das moderne Bauwerk fertiggestellt werden.
Der Neubau an der Alemannenschule wird Heimat der Sekundarstufe 2. Die Bauarbeiten befinden sich im Endspurt, noch in diesem Monat soll das moderne Bauwerk fertiggestellt werden. | Bild: Holzwarth, Sandra

Noch tiefer muss die Gemeinde für den Neubau des gymnasialen Zweigs an der Gemeinschaftsschule in die Kasse greifen. 8,6 Millionen kostet das eindrucksvolle Gebäude. Abzüglich der Zuschüsse muss die Gemeinde Wutöschingen 4,9 Millionen selbst stemmen. „Wutöschingen investiert viel in die Bildung, der Schulneubau ist das größte Projekt, welches in der Geschichte unserer Gemeinde bisher realisiert wurde“, betonte Bürgermeister Georg Eble. Jetzt warten alle gespannt auf die Fertigstellung des modernen und einzigartigen Schulgebäudes, die zum Ende dieses Monats geplant ist.

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In der Gemeinde Wutöschingen wachsen aber nicht nur Schullandschaft und Baugebiete. Auch die großen Firmen in der Gemeinde investieren in ihre Standorte und rüsten sich für die Zukunft. Die Aluminium-Werke Wutöschingen (AWW), mit 450 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Gemeinde, hat 2021 die neue Presse 8 in Betrieb genommen, und in die Optimierung der Bolzengießerei investiert. Mehr als 20 Millionen Euro flossen seit 2019 bereits in die erste Etappe des Modernisierungs-Projektes „AWW 2025“. Den nächsten Schritt hat das Unternehmen AWW dem Gemeinderat bereits vorgestellt: Für den Neubau einer Systemkomponenten-CNC-Produktionshalle mit einem Investitionsvolumen von 3,7 Millionen Euro gab es bereits grünes Licht.

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Große Pläne stellte auch die Firma Stobag in Horheim im vergangenen Jahr vor: Auf einer Erweiterungsfläche von mehr als 20.000 Quadratmeter will die Schweizer Stobag-Gruppe ihren modernen Standort ausbauen und die drei Horheimer Werke zentral zusammenlegen. 30 Millionen Euro investiert das Unternehmen und möchte damit auch 50 neue Arbeitsplätze schaffen. „Diese großen Investitionen sind wichtige Meilensteine für die Standortsicherung in Wutöschingen“, sagte Bürgermeister Georg Eble zu den Plänen.

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Ein weiterer Meilenstein im Jahr 2021 war für Wutöschingen der Abschluss der Ortskernsanierung Degernau mit der Sanierung des alten Rathauses. Das Großprojekt Ortskernsanierung wurde damit abgeschlossen, doch das Ortsbild von Degernau verändert sich bereits weiter, denn die Firma Hirzle aus der Nachbargemeinde Ühlingen-Birkendorf hat noch im alten Jahr mit dem Bau von zwei Mehrfamilienhäusern in der Ortsmitte begonnen. Wutöschingen bewegt sich immer weiter.