Eugen Ebi feierte am Sonntag bei bester Gesundheit seinen 90. Geburtstag im Kreise seiner großen Familie in Nöggenschwiel. Eugen Ebi wurde in Oberalpfen geboren und wuchs mit sechs Geschwistern in Aichen auf. Dort besuchte er die Volksschule, später die Gewerbeschule in Tiengen. Während der Schulzeit musste der Jubilar schon alle 14 Tage auf der Küssaburg zur Hitlerjugend.

Kriegsdienst und Gefangenschaft

Im Januar 1945 wurde er dann in den Kriegsdienst nach Landsberg am Lech eingezogen. Nach der Gefangenschaft in Heilbronn erlernte er in Gurtweil bei Julius Steinhauser das Schuhmacherhandwerk. Ein Jahr arbeitete er danach beim Stollenausbau der Staustufe Witznau mit. Von Mai 1951 bis zu seiner Pensionierung arbeitete er 36 Jahre bei der Firma Henselmann Gutex in Gutenburg. 20 Jahre war er dort Betriebsratvorsitzender.

Engagiert in Vereinen

Am 6. August 1957 heiratete Eugen Ebi Martha Eckert aus Nöggenschwiel. Gemeinsam übernahmen sie ihren Bauernhof. Fünf Kinder, eine Tochter, Claudia und vier Söhne Markus, Norbert, Matthias und Stefan gingen aus der Ehe hervor. 1962 trat Eugen Ebi der Trachtenkapelle Nöggenschwiel bei. Von 1963 bis 1970 dirigierte er den Verein und sorgte für die Jugendausbildung. Eugen Ebi musizierte bereits von 1953 bis 1957 beim Musikverein Aichen, den er auch mitgründete. Beide Vereine spielten dem Jubilar zum 90. ein Ständchen. Der Jubilar war außerdem im Gemeinderat in Nöggenschwiel von 1963 bis 1975.

Herz für Tiere und Natur

Auch beim SV Nöggenschwiel ist er seit 57 Jahren Mitglied. Er war auch viele Jahre Hausmeister der Grundschule Nöggenschwiel. Eugen Ebi hatte seit jeher ein großes Herz für Tiere und ist bis heute aktiver Gärtner. Zum 90. Geburtstag gratulierten zudem 13 Enkel und drei Urenkel dem lieben Opa.