Der Naturparkmarkt und der verkaufsoffene Sonntag im Mai in Wehr sind abgesagt, auch das letzte Schlosskonzert Anfang Mai wird nicht stattfinden. Trotzdem gibt es im Kulturamt viel zu tun: Ideen wie mobile Konzerte und Autokino sowie ein stärkerer Fokus auf Stadtmarketing sollen in Krisenzeiten für Abwechslung sorgen.

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„Klar ist, dass der Naturparkmarkt und der verkaufsoffene Sonntag abgesagt sind“, sagt Bürgermeister Michael Thater. Im Mai werde es keine größeren Veranstaltungen geben. Dies betreffe auch den Morgengruß der Musikvereine am 1. Mai und das Schlosskonzert am 10. Mai mit dem Klaviertrio Würzburg und dem Klavierduo Walachowski. „Wir haben am Anfang das Risiko weitgehend unterschätzt. Auch in Wehr gab es mehrere Tote. Die Unversehrtheit und das Leben sind deutlich höhere Güter,“ so Thater.

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Es gehe um den Schutz des Lebens – schließlich würde der Naturparkmarkt rund 5000 Besucher anziehen, beim Sommer in Wehr seien es sogar rund 10.000 Menschen, so Kulturamtsleiter Frank Johannes Wölfl. Eine Absage für den Sommer in Wehr am 4. und 5. Juli, den Lothar Späth Förderpreis am 29. Juni oder das Bluesfestival am 21. August gibt es noch nicht. Klar sei aber, dass die Veranstaltungen am geplanten Termin nicht stattfinden, so Thater. Man überlege, den Sommer in Wehr und der Förderpreis zu verschieben. „Wir sind bereits mit Anne-Sophie Mutter im Gespräch“, so Thater.

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Die Menschen wünschen sich Ablenkung, da ist sich Kulturamtsleiter Wölfl sicher. Er sei darum in Kontakt mit Künstlern, auf Facebook gab es Minikonzerte. Im Mai will Wölfl mit einer mobilen Bühne durch die Stadt fahren. „Wir sind bereits im Gespräch mit dem Pianisten Gregori Mundrov, er wird vermutlich auch einen Kollegen mitbringen“, so Wölfl. Fröhliche Tanzmusik sei geplant, besonders der älteren Bevölkerung wolle man so ein wenig Ablenkung verschaffen. Wölfl stellt sich 20 bis 30 Stationen mit Musikeinlagen von einigen Minuten vor – Genug, um ans Fenster zu kommen, aber nicht so lang, um eine Menschenmenge anzulocken. Ebenfalls im Gespräch sei die Idee, ein Autokino im Ludingarten zu veranstalten. Hier gelte es, die technischen Voraussetzungen zu klären. „Und wir haben noch ein paar weiteren Ideen“, so Wölfl.

Wie sich der Wegfall der Veranstaltungen langfristig auf den Wehrer Kulturbetrieb auswirkt, könne man noch nicht sagen, so Wölfl. Fakt sei aber: „Die fetten Jahre sind vorbei.“ Bereits jetzt verschiebe man der Fokus auf den Tourismusbereich. Zurückgestellte Projekte wie der digitale Stadtrundgang kommen wieder auf den Tisch. Bei höherer Gewalt, wie der Pandemie, müsse die Stadt zwar nicht die Kosten der Absagen tragen. Trotzdem müsse man aber die eigene lange Planungsarbeit und auch die bereits gedruckten Werbematerialien bezahlen, selbst wenn die Gage der Künstler wegfalle, erklärt Wölfl.

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