Die Zeichen für das Wehrer Brennet-Areal stehen günstig wie selten: Wie Brennet-Chef Stephan Denk am Freitagnachmittag im Gespräch mit unserer Zeitung sagte, soll in den nächsten Wochen der städtebauliche Vertrag zwischen den beteiligten Parteien fixiert werden. Einige wichtige Hürden wurden nun bei einem „Gipfeltreffen„ am Donnerstag aus dem Weg geräumt. Neben Brennet Chef Stephan Denk, Bürgermeister Michael Thater, seiner Stellvertreterin Sabine Kramer-Rempe und Brennet-Geschäftsführerin Sabine Gersbach haben auch Vertreter von Edeka und der Schmidts Märkte an der Zusammenkunft teilgenommen. „Es war ein sehr gutes Gespräch“, sagten Stephan Denk und Michael Thater am Freitag übereinstimmend. „Wir haben alles aufgegleist“, so Stephan Denk optimistisch. „Alle Beteiligten haben Hausaufgaben mitgenommen, die nun abgearbeitet werden. Ich bin zuversichtlich, dass wir zu einem guten Ergebnis kommen“, so Thater.

Bild: Erich Meyer

Eines der ganz wichtigen K.O.-Kriterien für die Brennet war die Verpflichtung zum Bau zweier Gebäude, die in einem Entwurf des städtebaulichen Vertrag festgeschrieben war. In der ursprünglichen Planung des Architekturbüros Baldauf war in einem neuen Gebäude gegenüber dem Café Denkpause ein Bistro vorgesehen. Denk hatte allerdings bereits vor zwei Jahren einen weiteren gastronomischen Betrieb aufgrund der Konkurrenzsituation durch Café und Gasthaus Krone abgelehnt. Auch den Bau des Gebäudes lehnte er ab. Als nun wieder von einer Verpflichtung zum Bau der Gebäude in einem Vertragsentwurf auftauchte, drohten die Gespräche fast wieder festzufahren. „Offensichtlich war dies ein Irrtum im Schriftwechsel der Anwälte“, so Denk nach dem Gipfeltreffen. Seine Konsequenz: „Die Anwälte sind raus.“ Die Eckpunkte des städtebaulichen Vertrages sollen nun in direktem Kontakt der Beteiligten – ohne Anwälte – fixiert werden. Erst wenn in allen Punkten Einigkeit herrscht, soll ein Anwalt einen juristischen Vertragstext formulieren.

Bild: Obermeyer, Justus

Stephan Denk wünscht sich, dass auch das Brennet-Areal in Öflingen in dem städtebaulichen Vertrag Erwähnung findet. Hier will die Brennet in einem „urbanen Gebiet“ Wohnraum schaffen. Der Gemeinderat hat dazu bereits entsprechende planungsrechtliche Vorbereitungen getroffen. Und auch für eine Umplanung des Wehrer Gewerbekanals und des dortigen sanierungsbedürftigen Stauwehrs wünscht sich Denk ebenfalls die Unterstützung der Stadt.

Bild: Planungsbüro Baldauf

Bis zum Herbst soll der Vertragstext stehen. Im Oktober soll die Photovoltaikanlage auf die Einkaufsmärkte auf dem Bad Säckinger Brennet-Areal umziehen. Anschließend könnte der Abriss der alten Fabrikhallen beginnen.

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