Jetzt stehen die Preisträger für den Lothar-Späth-Förderpreis fest. Die drei Jurorinnen Lilot Hegi, Elena Romanzin und Kitty Schaertlin hatten die Wahl zwischen 220 Einsendungen. Die Preisträger werden am 7. Juli zur offiziellen Übergabe eingeladen. Auch in diesem Jahr werden die Preise durch die Stargeigerin und Wehrer Ehrenbürgerin Anne-Sophie Mutter überreicht.

In diesem Jahr wurden 220 Werke von Künstlern mit geistiger Behinderung aus 51 Einrichtungen eingereicht, erläutert Ulrich Delhey von der Hanna-und-Paul-Gräb-Stiftung. Etwas weniger als im vergangenen Jahr, aber in gewohnt hoher Qualität. „Es ist sehr interessant, wie vielfältig die eingereichten Werke sind“, sagt Jurorin Kitty Schaertlin zur diesjährigen Auswahl. „Toll ist auch, dass sich die Künstler nicht von Technik und Format begrenzen lassen um ihre Idee darzustellen“, freut sich Elena Romazin.

In diesem Jahr haben viele Künstler ihren Schwerpunkt auf Malerei gelegt, stellen die Jurorinnen fest. Aber auch Radierungen und Zeichnungen in den unterschiedlichsten Formaten finden sich auf den weißen Stoffbahnen auf dem Boden der Zelgturnhalle wieder. Im Rahmen der Schülerfirma EmO liegt die Organisation und Betreuung bereits seit Jahren bei den Schülern der achten Klassen der Gemeinschaftsschule. Diese bereiten unter anderem die Bilder für die Juryauswahl vor.

„Es sind immer sehr schöne Sachen dabei, viele gute Maler“, so Lilot Hegi. Die Auswahl erfolgt nach künstlerischen Gesichtspunkten, nicht anders als bei Künstlern ohne Behinderung. „Dass mich ein Werk berührt, ist mir dabei am wichtigsten“, so Schaertlin zu ihren Kriterien. Eine wertschätzende Betrachtung, die sicherlich auch zum anhaltenden Erfolg des Förderpreises beträgt. Insgesamt werden 15 Preise vergeben: Neben den drei Haupt- und zehn Anerkennungspreisen wird noch ein Sonderpreis für einen lokalen Künstler vom Verein Kunst und Diakonie gestiftet sowie ein Preis für eine weibliche Künstlerin vom Zonta Club Südschwarzwald. Dass mit Anne-Sophie Mutter eine prominente Schirmherrin gewonnen werden konnte, freut die Organisatoren sehr. Eine langfristige Zusage Mutters gebe es noch nicht, aber man bemühe sich darum, erläutere Ulrich Delhey hierzu.

Der Preis

Der Lothar-Späth-Förderpreis für Künstler mit geistiger Behinderung wurde 2006 vom ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Lothar Späth ins Leben gerufen. Seit 2014 wird der Preis durch die Lothar-Späth-Stiftung vergeben. Behinderteneinrichtungen aus dem Bundesgebiet und der Schweiz werden jährlich eingeladen, Bilder nach Wehr zu schicken.

Informationen im Internet:www.lothar-spaeth-foerderpreis.dewww.hanna-und-paul-graeb-stiftung.de