Die Wiederbelebung der Tourismus-Branche machte sich als erstes auf den Campingplätzen bemerkbar. „Aber auch die Gastronomie an Wanderwegen wurde erfreulicherweise sehr gut besucht“, berichtet Stefanie Hüsler von der Tourist-Information Waldshut-Tiengen auf Nachfrage unserer Zeitung. Beliebt waren vor allem Aktivitäten unter freiem Himmel: „Bei uns wurde vielfach gezielt nach Prospekten mit Radtouren und Wanderwegen gefragt, sowohl von Einheimischen als auch von Touristen.“

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Wer in den Sommermonaten über die Kaiserstraße in Waldshut schlenderte, dem fielen vor allem zahlreiche Rastouristen auf. Gleichwohl sagt Stefanie Hüsler: „Wir glauben aber nicht, dass es mehr Touristen als in den vergangenen Jahren waren.“ Genaue Zahlen könne die Tourist-Info erst im kommenden Jahr präsentieren.

Hotels aus der Region

Das sagt der Verband

Herrmann Pfau, Kreisvorsitzender des deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), beurteilt die Lage am Hochrhein mit gemischten Gefühlen. Deutschlandweit blicke der Dehoga trotz Corona-Pandemie auf eine gute Sommersaison in den Restaurants und Hotels. Der finanzielle Verlust durch die Schließung während des Lockdowns sei allerdings nicht mehr aufzuholen.

Hermann Pfau, Geschäftsführer des Gartenhotel Feldeck in Lauchringen und Kreisvorsitzender des Dehoga.
Hermann Pfau, Geschäftsführer des Gartenhotel Feldeck in Lauchringen und Kreisvorsitzender des Dehoga. | Bild: Torsten Boll

Immerhin sei, um den Verlust etwas zu begleichen, „Hilfe von oben“ gekommen, wie Herrmann Pfau aus Lauchringen sagt: „Die Regierung hat mit der Senkung der Mehrwertsteuer auf Übernachtungen und Speisen für Hoteliers und Gaststättenbetreiber gut reagiert.“ Der Senkung lohne sich aber nur, wenn Kunden das Angebot von Gaststätten und Hotels auch nutzten. Der Dehoga hofft laut Aussage des Kreisvorsitzenden, dass die Mehrwertsteuersenkung länger als ein Jahr bestehen bleibt.

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