Die Parfümerie Klös mit ihren zwei Standorten in der Waldshuter Kaiserstraße 68 und 19 feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Am 1. Juli 1970 eröffnete Ernst Klös die Stadt-Drogerie in der Kaiserstraße 72. Mit 160 Quadratmetern Verkaufsfläche war das damals die größte Drogerie weit und breit. Für Ernst Klös war es seinerzeit ein wahrer Kraftakt, den Namen „Stadt-Drogerie“ durchzusetzen. Galt es doch, diverse Hürden durch Behörden und Politik zu überwinden. Neben den üblichen Drogerieartikeln waren damals unter anderem auch Farben, Malerartikel oder Pestizide im Angebot der Stadt-Drogerie.

Der Umzug

Zehn Jahre später meldeten die Hausbesitzer Eigenbedarf für das Ladengeschäft an, sodass sich Ernst und Veronika Klös nach neuen Räumen umsehen mussten. 1980 zog die Stadt-Drogerie in die Kaiserstraße 68 um, wo bis dahin die Familie Bornhauser ein Spielwarengeschäft betrieben hatte.

Einen herben Rückschlag mussten Ernst und Veronika Klös im Januar 1984 hinnehmen, als durch einem Großbrand in der Kaiserstraße auch die Stadt-Drogerie zerstört wurde. Glücklicherweise bot Alex Gröber vom Kaufhaus May Räume in der Rheinstraße an, in denen Ernst und Veronika Klös die Zeit des Wiederaufbaus überbrücken konnten. Im August desselben Jahres eröffnete das Geschäft in der Kaiserstraße 68 wieder. Zeitgleich vollzogen Ernst und Veronika Klös einen Wechsel. Sie stiegen aus dem Drogeriegeschäft aus und riefen die Parfümerie Klös ins Leben. Grund für den Angebotswechsel war die wachsende Konkurrenz durch Drogeriemärkte, die sich in Waldshut niedergelassen hatten.

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1990 übernahmen das Ehepaar nach langen Verhandlungen die Drogerie Riegger in der Kaiserstraße 6, um sie als Filiale zu betreiben und sich damit große Chancen zu eröffnen, an die namhaften Depots mit den internationalen Marken heranzukommen. Schließlich erwarben sie im Jahr 2000 die Parfümerie Douglas in der Kaiserstraße 19.

Bei der Übernahme der Kaiserstraße 19 bewiesen Ernst und Veronika Klös eindrucksvoll ihren unbändigen Unternehmergeist. Sie befanden sich gerade in Gstaad im Urlaub und mussten sich über Nacht entscheiden, da ein Konkurrent ebenfalls Interesse an der Parfümerie gezeigt hatte. Keine Frage – sie brachen den Urlaub ab und wickelten die Übernahme am nächsten Tag ab.

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Inzwischen war Martina Höhl schon fest an ihres Vaters Seite. Sie verstand es, ihrem Vater nicht nur zur Seite zu stehen, sondern nach und nach seine Aufgaben zu übernehmen. Mit großem Stolz und uneingeschränktem Vertrauen wurde Martina Höhl 2016 als Teilhaberin aufgenommen.

Dank des unermüdlichen Einsatzes und der Schaffenskraft von Veronika und Ernst Klös wurde die Parfümerie Klös mit ihren beiden Standorten in der Kaiserstraße 19 und 68 zu einer über die Stadtgrenzen hinaus bekannten, familien- und individuell geführten Traditionsparfümerie mit 20 Mitarbeiterinnen. Der schwärzeste Tag in der Firmengeschichte war der Tod von Ernst Klös im Oktober 2018. Heute arbeiten Veronika Klös und Martina Höhl daran, die Parfümerien im Sinne ihres Ehemannes und Vaters weiterzuführen.

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