Während der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Hunden und Katzen vielerorts gestiegen. Allerdings zeichnet sich dieser Trend bisher noch nicht sichtbar in Waldshut-Tiengen ab, denn bei der Stadt seien nicht mehr Hunde angemeldet worden als im Jahr zuvor. Auch das Tierheim Steinatal habe nicht mehr Tiervermittlungen als üblich. Anja Fuchs vom Tierheim Steinatal: „Ich weiß aber von anderen Tierheimen, dass die Vermittlungen in der Krise gestiegen sind.“

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Dennoch weiß Hundebesitzerin Utha Simmler aus Tiengen, dass einige Menschen in ihrem Umfeld aufgrund der Corona-Krise Überlegungen angestellt haben, sich beispielsweise einen Welpen zu kaufen. „Ich würde jedem dazu raten, einen Hund zu kaufen, denn das ist toll.

Lange Wartelisten bei Züchtern

Doch diese Entscheidung muss immer gut überlegt sein“, weiß Utha Simmler, die selbst einen 16-jährigen Entlebucher Sennenhund zu ihrer Familie zählt. „Bei vielen Züchtern und auch bei Hunden aus dem Ausland sind die Wartelisten derzeit lang. Ich hoffe, dass es keine Corona-Welpen-Welle gibt, so wie das auch an Weihnachten immer wieder der Fall ist.“

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Sie selbst habe sich vor über 16 Jahren bewusst mit ihrem Mann dazu entschieden, einen Hund zu kaufen. „Sowohl mein Mann als auch ich wollten als Kind immer einen Hund, den wir aber nicht bekommen haben. Unsere Entscheidung begünstigt hat der Umstand, dass wir unsere Hündin mit in den Betrieb nehmen können. Und so haben wir unsere Kimba im April 2004 mit 12 Wochen von einem Züchter aus der Schweiz gekauft, mit dem wir heute immer noch in Kontakt stehen.“

Hunde brauchen viel Zeit

Wichtig sei laut Utha Simmler immer vor Augen zu haben, dass speziell Hunde stets viel Zeit in Anspruch nehmen. „Gassi gehen, spielen, füttern. Und gerade, wenn sie älter werden, brauchen sie noch mehr Pflege und Zeit“, sagt Simmler.

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„Wir fahren seit zwei Jahren beispielsweise nicht mehr in den Urlaub, weil unsere Hündin schon sehr alt ist, schlecht sieht und hört und sich auch nicht wohl in einer neuen Umgebung fühlt, weshalb wir sie nicht zu Freunden oder in eine Hundepension geben wollen“, erklärt Simmler. „Trotzdem ist es einfach toll, einen Hund zu haben. Wir haben nie bereut, uns Kimba angeschafft zu haben.“