„Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu“, lautet eines der geflügelten Zitate aus der Welt des Fußballs, das einst von Jürgen Wegmann geprägt wurde.

Derweil dürfte sich dieser Spruch auf kein anderes Projekt der Stadt Waldshut-Tiengen so treffend anwenden lassen, wie den Bau des neuen Feuerwehrhauses mit Kindertagesstätte, im Volksmund längst als Feuerwehr-Kita bekannt. 

Denn war der Projektverlauf schon von Pannen und massiven Preissteigerungen flankiert, so hält die Pechsträhne auf der Zielgeraden des Projekts an – verbunden mit weiteren Verzögerungen.

Es fehlen noch einige Kleinigkeiten

An sich sollte der Betrieb Anfang Oktober starten, doch zumindest einige Tage länger dürfte es wohl dauern, bedauert Stephanie Meyer, bei der Stadt zuständig für Schulen und Kindergärten. Hintergrund seien Lieferschwierigkeiten von letzten kleinen aber wichtigen Gegenständen. Unter anderem fehle ein Treppengeländer.

„Es kann gut sein, dass die ausstehenden Lieferungen in den nächsten Tagen erfolgen, so dass wir im Lauf der nächsten Woche loslegen können. Aber der Schutz der Kinder muss auf jeden Fall gewährleistet sein, damit wir loslegen können“, so Meyer weiter.

Natürlich sei diese Botschaft, nur Tage vor dem eigentlich geplanten Betriebsstart, ärgerlich. Aber Sicherheit gehe eben einfach vor, betont Meyer: „Wir wissen, dass das alles vor allem für die Eltern nicht einfach ist, weil es ihnen sehr viel Spontaneität abverlangt.“ Da aber die Betroffenen durchweg transparent und offen auf dem Laufenden gehalten worden seien, gebe es viel Verständnis.

Personal wäre eigentlich startklar

Dabei wäre sonst im Grunde alles bereit für den geplanten stufenweisen Start des Betriebs: „Das Personal ist da, alle freuen sich sehr darauf, dass es jetzt bald los geht“, sagt Meyer. Und die Hoffnung sei groß, dass das Problem auch wirklich binnen Tagen gelöst werden kann.

Insgesamt wird es in der Kita drei Gruppen geben, davon eine Krippengruppe. Pro Gruppe sind drei Vollzeitstellen geplant. Bis auf die Leitung und die stellvertretende Leitung seien alle Mitarbeiter neu.

Schrittweise Inbetriebnahme der Gruppen

Wie Oberbürgermeister Philipp Frank auf Nachfrage erklärt, werden zunächst vor allem ältere Kinder im Alter von fünf und sechs Jahren aufgenommen – eben weil aktuell nur ein eingeschränkter Betrieb möglich sei.

„Schrittweise wird die Gruppe aufgestockt, wobei dann wiederum darauf geachtet wird, dass es eine gute Altersmischung gibt“, so Frank. Hier werden dann Kinder bevorzugt, die bereits länger auf einen Betreuungsplatz warten, und auch Geschwisterkinder der bereits aufgenommenen Kinder. Geplant sei die Aufnahme von drei bis fünf Kindern, jeweils zum 1. und 15. eines Monats, bis die Gruppe mit ihren 20 Kindern voll sei.

Noch nicht absehbar sei, wann die Krippengruppe eröffnet werden könne, so Frank weiter: „Wir hoffen auf den 1. Dezember.“

Ebenso unklar ist derweil, wie sich die Probleme und Verzögerungen bei der Ausführung der letzten Gewerke auf die Kosten auswirken.

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