Zu ihrer Hauptversammlung trafen sich die Mitglieder der Perupartnerschaft St. Verena nach zweijähriger Pause im katholischen Pfarrsaal in Tiengen. Neben dem Rückblick auf zwei Vereinsjahre – coronabedingt war die Hauptversammlung im vergangenen Jahr ausgefallen – waren die Vorstandswahlen, die überwiesenen Spenden nach Peru, sowie eine Satzungsänderung die maßgeblichen Inhalte der Versammlung.

Vorsitzende Sabine Maier machte in ihrer Begrüßung deutlich, dass mit der Corona-Pandemie eine besonders schwierige Zeit habe bewältigt werden müssen. Dies habe sich vor allem bei ihren Partnern in Peru gezeigt, wo durch den coronabedingten Verlust vieler Arbeitsplätze oft große Armut entstanden sei. Sie bedankte sich ganz besonders bei den vielen Spendern und Unterstützern ihrer Arbeit und erwähnte explizit die Realschule Waldshut, die die Partnerschaft schon seit vielen Jahren unterstütze und zuletzt einen Spendenbeitrag von knapp 7000 Euro zur Verfügung gestellt habe.

Auf dem Bild Lebensmittelpakete für Grundnahrungsmittel wie Öl, Reis, Teigwaren, die zur Verteilung bereit stehen.
Auf dem Bild Lebensmittelpakete für Grundnahrungsmittel wie Öl, Reis, Teigwaren, die zur Verteilung bereit stehen. | Bild: Perupartnerschaft

Mit dieser Spende hätte die Mädchenschule in Arequipa maßgeblich unterstützt werden können, erläuterte Maier. Sie machte deutlich, dass die Coronalage in Peru sehr angespannt gewesen sei. Neben knappen Lebensmitteln und Medikamenten sei vor allem Sauerstoff die große Mangelware gewesen. „Das Coronavirus hat dieses Jahr unsere Arbeit im Perukreis ganz besonders bestimmt“, verdeutlichte Maier. Schriftführerin Maren Kottkamp gab einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse im Jahre 2019 und erklärte, dass seit Beginn der Pandemie die regelmäßigen Meetings nur über das Internet stattgefunden hätten.

Mit der Verteilung von Lebensmitteln, ermöglicht durch die umfangreichen Spenden der Perupartnerschaft St. Verena, konnte in den ärmeren ...
Mit der Verteilung von Lebensmitteln, ermöglicht durch die umfangreichen Spenden der Perupartnerschaft St. Verena, konnte in den ärmeren Gebieten von Pamplona-Alta vielen von Arbeitslosigkeit und Armut schwer betroffenen Familien geholfen werden. | Bild: Perupartnerschaft

Direkte Begegnungen seien nicht möglich gewesen. Ein außergewöhnliches Spendenaufkommen wurde im Kassenbericht von Kassiererin Martina Maier deutlich. Rund 21.000 Euro im Jahre 2019 und rund 34.000 Euro im Jahre 2020 seien an die Partnergemeinde San Martin de Porres, an die Mädchenschule Arequipa, sowie an die Deutsche Gemeinde in Lima, dem derzeitigen Wirkungsort von Pfarrer Peter Seibt, überwiesen worden, führte sie aus. Durch die Spenden hätten viele Lebensmittelpakete an besonders schwer betroffene Familien übergeben werden können, ergänzte Sabine Meier. Die Kassenprüfer Heinz Basler und Hildegard Knab bescheinigten der Kassiererin eine einwandfreie Kassenführung.

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Nach der Entlastung des Vorstandes erfolgten die Vorstandswahlen, bei denen außer dem stellvertretenden Vorsitzenden alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt wurden. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Karl Selbach, der frühere Vorsitzende des Perukreises, gewählt. Aus rechtlichen Gründen beabsichtigt die Perupartnerschaft, sich als eingetragener Verein registrieren lassen. Die dazu notwendige Satzungsänderung wurde von den Mitgliedern einstimmig angenommen. Pastoralreferent Konrad Sieber zeigte sich beeindruckt von der Bilanz der Partnerschaft und überbrachte den Dank der Seelsorgeeinheit Mittlerer Hochrhein St. Verena. Mit einem Dank an die Vereinsmitglieder und einem kurzen Ausblick beendet Sabine Maier die Versammlung mit der Bemerkung: „Trotz Corona ist doch sehr viel gelaufen.“

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Vorstand der Perupartnerschaft St. Verena: Sabine Maier (Vorsitzende), Karl Selbach (stellvertretender Vorsitzender), Maren Kottkamp (Schriftführerin), Martina Maier (Kassiererin) Erika Kirchenmayer (Beisitzer), Brigitte Stärk (Beisitzer), Johann Albicker (Beisitzer), Klaus Bachmann (Beisitzer).