Weiß, Schwarz, Grau – bei der Wahl der Autolackierung greifen die meisten Besitzer laut Statistik zu unauffälligen Farben. Zwar sind auch Rot und Blau hin und wieder auf den Straßen zu sehen, Töne wie Gelb, Grün oder Orange haben allerdings eher Seltenheitswert. Im wahrsten Sinne des Wortes exotisch mag es anscheinend ein Autofahrer, der sein Gefährt in der Waldshuter Bismarckstraße abstellte. Gut sichtbar zwischen Bankgebäuden, Läden und eilig vorbeihastenden Fußgängern war es dort zu bewundern: ein blechernes Zebra, das sich neugieriger Blicke sicher sein konnte.

Ein motorisiertes Zebra war in Waldshut zu bewundern. Bild: Laura Marinovic
Ein motorisiertes Zebra war in Waldshut zu bewundern. Bild: Laura Marinovic | Bild: Marinovic, Laura

Bleibt die Frage, warum der Besitzer sich ausgerechnet für dieses außergewöhnliche Design entschieden hat. Vielleicht, weil er sich schlichtweg für die pferdeähnlichen Vierbeiner interessiert. Vielleicht aber auch, um einer häufigen Verschmutzung der Frontscheibe entgegenzuwirken: Schließlich vermuten Wissenschaftler schon seit einigen Jahren, dass Fliegen das gestreifte Muster meiden und die Evolution die afrikanischen Huftiere daher mit dem charakteristischen Merkmal ausgestattet hat. Die bisher geläufige Theorie schreibt den Streifen analog zum Fell anderer Tiere dagegen eine Tarnfunktion zu – etwas, das sich bei der Fahrt im Zebra-Auto eher als Nachteil erweisen würde.

Eines ist jedenfalls sicher: Während unauffällige Farben das Wiederfinden des Autos auf Parkplätzen und im Straßenwirrwar schwierig machen, lässt sich das schwarz-weiße Streifenmuster auf den ersten Blick entdecken. Und wer dem Waldshuter Wildgehege einen Besuch abstatten will, ist an die heimatliche Safari auch bestens angepasst.