Der Prostest für das Klima geht auch in Waldshut in die nächste Runde. Und die Luft ist noch lange nicht raus. Gut 700 Protestierende mit vielen bunten Schildern hatten sich gestern lautstark vor dem Waldshuter Rathaus eingefunden und forderten eine verantwortungsvollere Klimapolitik. Das Besondere: Dieses Mal demonstrierten Jung und Alt gemeinsam.

Mit Unterstützung: Gut 700 Demonstranten beteiligten sich am Waldshuter Friday for Future. Jung und Alt demonstrierten bei diesem Mal gemeinsam für das Klima.
Mit Unterstützung: Gut 700 Demonstranten beteiligten sich am Waldshuter Friday for Future. Jung und Alt demonstrierten bei diesem Mal gemeinsam für das Klima. | Bild: Peter Rosa

Damit stand der zweite Waldshuter „Friday for Future“ dem ersten im März in nichts nach. Auch diesmal war das Motto eine bessere Klimapolitik, weniger Umweltverschmutzung und ein stärkeres Bewusstsein für eine nachhaltige Lebensweise. „Wir fordern eine ehrliche, transparente, gerechte und schnelle Klimapolitik„, sagte Jan Amann, Organisator der Waldshuter Protestbewegung. Gerichtet waren die Worte sowohl an das deutsche Klimakabinett sowie an die UN.

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Anschließend gab der Laufenburger Musiker Raimund Huber mit Akkordeon und Gesang die zwei Lieder „Kennzeichen“ von Cochise und die Fridays-for-Future-Hymne zum Besten und erntete dafür von der Menge tosenden Applaus. „Dass Junge und Alte hier zusammen sind, macht Mut“, sagte Huber.

Mit Musik: Der Laufenburger Musiker Raimund Huber bei seiner Gesangseinlage.
Mit Musik: Der Laufenburger Musiker Raimund Huber bei seiner Gesangseinlage. | Bild: Peter Rosa

Auch sonst zeigten sich die Demonstranten laut. Weitere Programmpunkte beinhalteten das Gedicht „Veränderung“ aus dem Fridays-for-Future-Podcast, das von der 16-jährigen Schülerin Esther Rühmann vorgetragen wurde und eine Verzierung der Pflastersteine mit Kreide.

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Einen Demonstrationszug gab es bei diesem Mal nicht. Und auch bestreikt wurde gestern nur die eigene Freizeit, denn die Kundgebung fand am frühen Abend um 18 Uhr statt. Dafür gab es zwei Gründe: Zum einen hatten die Waldshuter Schulen Sanktionen gegen ein Fernbleiben vom Unterricht angedroht. Die vielen jungen Teilnehmer bewiesen aber, dass es ihnen gerade nicht nur um das Schule-Schwänzen geht.

Mit Nachdruck: Organisator Jan Amann bei seiner Rede. Die Fridays for Future Gruppen fordern eine bessere Klimapolitik.
Mit Nachdruck: Organisator Jan Amann bei seiner Rede. Die Fridays for Future Gruppen fordern eine bessere Klimapolitik. | Bild: Peter Rosa

Andererseits wollte das Waldshuter Organisationsteam mit der abendlichen Aktion auch berufstätigen Erwachsenen die Gelegenheit dazu geben, sich an den Protesten zu Beteiligen. Mit Erfolg: Die Demonstration war in Sachen Alter bunt gemischt. Und in der Lautstärke und Kreativität für Plakate standen die betagteren Demonstranten der Jugend in nichts nach.

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